Absurdes, neues Familien-Lebensmodell: Je perverser, desto angesagter

Peter Wolfert
Familienplatz 5
41317 Konventionell
Danksagung
An
Andrea Vierziger
Leihvaterweg 31
CH-1578 Emanzenhausen
Andrea Vierziger
Leihvaterweg 31
CH-1578 Emanzenhausen
Peter Wolfert
Familienplatz 5
41317 Konventionell
5. Dezember 2016
Absurdes, neues Familien-Lebensmodell: Je perverser, desto angesagter

Liebe Andrea,

was wir von Dir wissen, ist nicht viel, aber es genügt, um einschätzen zu können, welche Art Mensch Du bist: Anfang vierzig, ledig, Lehrerin, Möchtegern-Mutter und anscheinend offen für jede noch so kranke Idee, bloß um Deinen egoistischen Kinderwunsch erfüllt zu bekommen.

Bislang klappte das bei Dir nicht, weil Du angeblich nicht den richtigen Partner gefunden hattest. Ich sag Dir was: Du brauchst keinen „Partner“, sondern einen Mann und Familienvater. Da Du Dich jedoch selbst fast wie einer aufführst, findest Du natürlich keinen und selbst wenn Du einen fändest, der tatsächlich ein richtiger „Mann“ im herkömmlichen Sinne wäre, könntest Du mit ihm garantiert nichts anfangen.

Männer, die diese Bezeichnung noch verdienen, sind nämlich leider kaum mehr zu finden, zumindest in den meisten westlichen Ländern. Dank Emanzen wie Dir, denen es ausschließlich um die eigene Selbstverwirklichung geht, sind die meisten richtigen Männer längst ausgestorben, ausgewandert, pleitegeklagt, untergetaucht oder verheiratet.

Andere von uns wiederum haben das zum Glück schon hinter sich und ein für allemal die Nase voll von Euch arrogantem, abgehobenem Mannweibsvolk. Keiner kann es Euch recht machen und die umgekehrte Frage interessiert Euch wiederum überhaupt nicht.

Trotzdem bist Du fest entschlossen, Deinem dominanten Geltungsdrang nachzueifern und willst deshalb unbedingt ein Kind haben, ganz egal wie. Das mit der „normalen“ Familie hast Du Dir offenbar bereits abgeschminkt, denn das wäre anscheinend in zu hoher Preis für Dein Ego.

Also hast Du Dich umgesehen und weil Dank Feministinnen wie Dir das konventionelle Familienmodell immer weiter ausgegrenzt und kaputtgemacht wird, bist Du auf etwas ganz Neues gestoßen:

Co-Elternschaft oder neudeutsch Co-Parenting heißt das Zauberwort, was Euch egozentrischen Wesen sehr gelegen kommt, denn hierbei müsst Ihr keine Ehe im herkömmlichen Sinn mehr eingehen und bekommt nur soviel „Mann“ und „Vater“, wie Ihr es gerade noch ertragen könnt und es Euer Stolz zulässt.

Seltsamerweise fandest Du auch auf diesem Weg bislang keinen Co- bzw. Leihvater für Dein Wunschkind. Deiner Ansicht nach liegt die Ursache dafür angeblich im heutigen Zeitgeist, der nicht mehr auf Verbindlichkeiten und Verpflichtungen ausgerichtet sei, insbesondere bei Männern.

Ach so ist das, gut zu wissen. Warum hast Du eigentlich bisher nicht den „richten Partner“ abbekommen? Lag es womöglich an der häufig vertretenen Vorstellung der jungen Herren, lieber eine Ehefrau und Mutter haben zu wollen anstatt eines zickigen Karriereweibchens, das sich erst mal jahrzehntelang selbst verwirklichen muss?

Jetzt nach 20 Berufsjahren beschwerst Du Dich hingegen plötzlich, dass die übriggebliebenen Männer mit Dir allerhöchstens noch eine Beziehung auf dem Niveau eines wie Du sagst „Samenspenders und Sonntags­vaters“eingehen wollen.

Tja, ich würde sagen, schon das wäre ein sehr großes Entgegenkommen. Schlussendlich halte ich es aber faktisch für unverantwortlich, was Du vorhast, denn wer ein Kind willentlich und absichtlich in einer bewusst zerrütteten und losen Beziehung ohne echte gegenseitige Elternliebe aufwachsen lassen möchte, der sollte dann um des Kindeswohls willen besser ganz kinderlos bleiben.

Andrea, auch mit über vierzig bist Du definitiv nicht reif für eine Partnerschaft und auch als Mutter würde ich Dich niemals auf eigene Kinder loslassen, obwohl oder gerade weil Du eine Lehrerin bist.

Wer derlei kranken Phantasien nacheifert, bloß um seinen fixen Wunschtraum aus puren egoistischen Beweggründen unbedingt erfüllt zu bekommen, der hat weder verstanden, wozu es Mann und Frau gibt, noch, dass sich Menschen von Tieren unterscheiden. Jedenfalls trifft das auf die meisten von uns zu.

Die von unserem Schöpfer eingeführte Ehe und die Vater-Mutter-Kind-Familie dient dem Schutz der Kinder und dem Wohle beider Eltern. Sich hingegen dem Lebensziel hinzugeben, ausschließlich sein Selbst und sein Ich befriedigen zu wollen, und zwar um jeden Preis, war damit ganz sicher nicht gemeint.

Eine Ehe ist nicht einfach nur ein Team weitgehend Gleichgesinnter, sondern die Basis für eine Familie. Sie sollte es zumindest sein und war es auch über Jahrtausende hinweg – und dann kamt Ihr Emanzen an, denen eine bösartige „Elite“ ins Ohr flüsterte:

„Ihr Frauen seid viel besser als Männer, ihr seid etwas ganz Besonderes. Gebt euch nicht mehr mit der Position als Frau zufrieden, sondern werdet die neuen, besseren Männer!“

Dieser Lüge bist Du auf den Leim gegangen, Andrea. Und Du bist bereits dabei, die nächsten Lügen zu glauben, nämlich jene, dass Du Dir Deinen Wunschtraum „Kind“ auch ohne die Mitsprache des Vaters erfüllen kannst, sowie, dass Kinder in beliebigen Verhältnissen aufwachsen können, ohne Schaden zu nehmen.

Solange Du diesen Unfug tatsächlich glaubst, wäre es wirklich besser, Du lässt die Finger ganz davon, Nachwuchs zu bekommen.

In der Hoffnung auf Deine Rückbesinnung zur Vernunft wünsche ich Dir dabei viel Erfolg

Peter Wolfert

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