Einzelhandelskette von Nazi-Seuche befallen – Bald neue Kfz-Kennzeichen für alle?

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28. November 2016
Einzelhandelskette von Nazi-Seuche befallen – Bald neue Kfz-Kennzeichen für alle?

Ihr lieben Bessermenschen da draußen,

wie gut, dass Ihr so hübsch aufmerksam seid und jede kleinste Verfehlung – auch wenn sie gar keine ist, weder beabsichtigt noch sonstwie bedeutsam – brav anklagt und sofort offen zur Sprache bringt sowie eine laute Debatte beginnt.

Da hat es die Einzelhandelskette Edeka Eurer Ansicht nach tatsächlich gewagt, einen vermeintlichen Weihnachts-Werbespot zu produzieren, der in Wahrheit bloß in unverschämter Art und Weise Nazi-Idole verherrlicht:

Ja, da fährt also tatsächlich ein Volvo – ausgerechnet auch noch das Lieblingsauto von Lehrern und Euch sicherheitsparanoiden Bessermenschen – mit dem Kennzeichen MU-SS-420 durch eine Szene, wo schließlich jeder weiß, dass „SS“ streng verboten ist wegen unserer Vergangenheit, mit der 99,9% der heute lebenden Deutschen allerdings nichts persönlich zu tun haben.

Zu allem Übel ist dieses Kürzel gleich doppelt schlimm zu sehen, weil es von vorne sowie von hinten gelesen, stets dieselbe Bedeutung hat. Ganz zu schweigen davon, dass sogar im Wort „Kasse“, von denen in jeder Edeka-Filiale stets mehrere stehen, diese Buchstaben ebenfalls vorkommen.

Doch nicht allein die beiden Buchstaben sind böse – wie übrigens die Namenskürzel aller Menschen, die z.B. Stefan Schuster, Sabine Stein oder Sandra Schmidt heißen -, ebenso verherrlicht die Nummer 420 heimlich das Böse:

Wer die Zahlen nämlich umdreht, erhält so das Geburtsdatum des „Führers“. Eine Ungeheuerlichkeit, da habt Ihr Recht. Man sollte sowas hart ahnden. Genauso gehören pauschal all jene Menschen hinter Gitter, die an diesem Tag Geburtstag haben – einfach nur vorsichtshalber, man weiß ja nie, ob deren Wahl des Geburtsdatums wirklich allein purer Zufall war.

Damit ist die vermeintliche „Nazi-Propaganda“ der Supermarktkette allerdings noch längst nicht zu Ende: In einer anderen Szene des kurzen Clips wird ein Wagen in einer Werkstatt gezeigt, welcher das vielsagende Kennzeichen SO-LL-3849 trägt.

Na? Gesehen? Aber natürlich: Die inneren beiden Ziffern 84 sind „Nazi-Code“ und stehen im Alphabet für „Heil Deutschland“, während die äußere 3 und die 9 zweifelsfrei „Christliche Identität“ bedeuten.

Alleine schon die Dreistigkeit zu besitzen und Weihnachten hiermit subtil in Richtung des Christentums zu rücken, ist ein Affront gegen „gute“ Menschen wie Euch, die Ihr doch durchtrieben seid von Hypertoleranz gegenüber unseren Millionen illegaler muslimischer Gäste, welche sich dadurch nur unnötig provoziert fühlen könnten.

Was sich Edeka wohl dabei gedacht hat? Vermutlich gar nichts, denn höchstwahrscheinlich haben die Kennzeichen MU-SS und SO-LL tatsächlich lediglich den Bezug zum Titelsong des Spots, wie der Einzelhändler beteuert.

Nichtsdestotrotz sollte dieser Fall umgehend vom „Verfassungs“- und Staatsschutz unter die Lupe genommen werden, nicht, dass sich da am Ende noch irgendwelche Nazis unter den Edeka-Kunden über diese gut versteckten Codes freuen.

Darüber hinaus wäre es ratsam, die Sache zu politisieren: Die Regierung möge kurzfristig weitere Kennzeichenverbote erlassen, darunter etwa die Buchstabenpaare „FD“ im Landkreis Augsburg und bundesweit die Zahlen 616, da diese die Abkürzung für Frauke Petry sind.

Nicht zu vergessen natürlich die Millionen Hamburger, die seit Jahrzehnten unbehelligt mit „HH“ durch die Gegend fahren. Eine ganze Stadt voll mit Nazi-Sympathisanten und keiner tut etwas dagegen, pfui! Am besten schaffen wir vorsichtshalber alle aktuellen Kennzeichen ab und vergeben deutschlandweit neue, bei denen die „gefährlichen“ Zahlen und Buchstaben grundsätzlich ganz weggelassen werden.

Vielen Dank für Euer großes Engagement, liebe Gutmenschen, denn nur mit Eurer ständigen Aufmerksamkeit können wir der erneuten Nazifizierung unserer Bananenrepublik wirksam entgegentreten.

Übrigens, falls Ihr es noch nicht gewusst habt: Nazi steht für National-Sozialismus. Dass mir ja keiner von Euch erklärten Sozialisten auch bloß einen Hauch von Sympathie für unser Land entgegenbringt! Aber was red‘ ich da: Größeren Hass auf seine eigene Abstammung und Heimat – ups, das Wort ist glaube ich ebenfalls schon verboten – als Ihr, bringt wohl sowieso keiner auf diesem Planeten zustande.

Ein kleiner Tipp am Rande an Euch: Sobald sich Eure zu recht erregten Gemüter wieder etwas beruhigt haben und Ihr Edeka so richtig den Marsch geblasen und den Laden drei Tage lang erfolgreich boykottiert habt, schaut Euch deren Werbespot doch einfach nochmal ganz in Ruhe an.

Die darin übermittelte Botschaft dürfte sich selbst äußerst schlichten Gemütern wie Euch spätestens nach dem zehnten Anschauen zumindest im Ansatz erschlossen haben, denn es geht darin darum, sich für seine Familie Zeit zu nehmen.

Insbesondere richtet sich der Appell an durch Weihnachten pseudogestresste Eltern, den eigenen Nachwuchs nicht zu vergessen. Ja, nehmt Euch einfach mal Zeit für Eure Kinder und hört auf, Euch wegen Weihnachten solch unnötigen Stress zu machen. Ihr wisst ja sowieso nicht mehr, was der wahre Hintergrund dieses Festes ist.

Das ist die Kernaussage des Werbespots. Sie hat nichts, aber auch gar nichts mit „Nazi“ zu tun, Ihr dämlichen, linken und hirnkranken Gutmenschen-Idioten!

Trotzdem der kurze Werbefilm ehrlich gelungen ist, viele Details enthält und seine Botschaft durchaus deutlich rüberbringt, eines fehlt ihm dennoch: Die Zuschauer daran zu erinnern, was Weihnachten wirklich bedeutet.

Das Fest soll – obwohl das Datum nicht stimmt, sein christlicher Ursprung fragwürdig ist, massenhaft heidnischer Kram hineingemischt und in eine regelrechte Konsumorgie verwandelt wurde – an die Geburt unseres Erlösers Jesus Christus erinnern.

In der Hoffnung, dass die wenigen funktionierenden Eurer linksdrehenden Hirnzellen einmal darüber nachdenken werden, ob Ihr mit Eurem paranoiden Gutmenschentum wirklich die Welt retten könnt. Kleiner Tipp: Die Antwort lautet Nein.

Viele Grüße

Euer Adolf – tut mir echt leid für meinen Namen.

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