„Arbeiterwohlfahrt hilft jedem Menschen ohne Unterschied“ – außer AfD-Mitgliedern

Peter Martini
Alternative im Weg 3
20294 Ungleichdorf
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Barbara Höckmann
Am Platz der Wohlfahrt 18
39112 Unterschied/Ohne
Barbara Höckmann
Am Platz der Wohlfahrt 18
39112 Unterschied/Ohne
Peter Martini
Alternative im Weg 3
20294 Ungleichdorf
11. Juli 2016
„Arbeiterwohlfahrt hilft jedem Menschen ohne Unterschied“ – außer AfD-Mitgliedern

Sehr geehrte Frau Höckmann,

haben Sie schon einmal etwas vom Nicht-Diskriminierungsgesetz gehört? Offiziell nennt es sich „Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz“ und soll verhindern, dass Menschen aus fadenscheinigen Gründen benachteiligt werden, etwa bei ihrer Arbeitsplatzwahl.

Wie die Presse jedoch vor wenigen Tagen mitteilte, droht die Arbeiterwohlfahrt, Mitarbeitern pauschal zu kündigen, wenn diese Mitglied der AfD sind. Pardon, ich meinte natürlich Mitglied der „rechtspopulistischen“ AfD – da hatte ich doch glatt den verpflichtenden Hetzbezeichner der Lügenpresse vergessen.

Dieses schöne Gesetz, welches Sie im Prinzip mit Ihrer Aussage „die Arbeiterwohlfahrt hilft jedem Menschen ohne Unterschied in ihren sozialen Einrichtungen und Diensten“ indirekt bestätigen, soll jeden davor schützen, wegen seiner Rasse und ethnischen Herkunft, seinem Geschlecht, seiner Religion und Weltanschauung, seiner Behinderung, seinem Alter oder seiner sexuellen Identität Benachteiligungen erleiden zu müssen.

Nun ist die AfD eine politische Partei, sodass eine Mitgliedschaft wohl unter die Begrifflichkeit „Weltanschauung“ fällt. Indem Sie also all jenen Mitarbeitern pauschal die Kündigung androhen, sofern diese sich zur Alternative für Deutschland bekennen bzw. Mitglied dieser Partei sind, verstoßen Sie dreist gegen den allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz.

Freilich ist mir klar, dass alle Gutmenschen, zu welchen Sie wiederum ebenfalls gehören, in diesem – ehemals unserem – Land Narrenfreiheit genießen, sobald sie Maßnahmen oder Aktionen betreiben, welche sich gegen die Autochthonen richten.

Dieser Freibrief gilt im selben Umfang wie die zahllosen gesetzeswidrigen Handlungen der Bundesregierung sowie der Millionen illegaler Einwanderer. Sogenannten „Flüchtlingen“, „Volksvertretern“ und eben auch Gutmenschen ist es nämlich anscheinend erlaubt, beliebig gegen geltendes Recht zu verstoßen, wenn dabei die Nation Deutschland nachweislich in ihrer Identität Schaden nimmt.

So weit, so gut. Sie sollten aber dennoch Ihre Logik hinsichtlich Ihrer Vereinspolitik überdenken, da sie in sich nicht konsistent ist.

Was ist denn mit all den NPD-Mitgliedern oder Anhängern von Scientology oder den Sympathisanten der unzähligen „rechtsextremen“ Organisationen im Lande? Warum dürfen diese weiterhin bei der AWO arbeiten?

Darauf mögen Sie zwar antworten, dass Sie ja nicht alle diese Gruppen beim Namen kennen können oder explizit auflisten wollen. Doch wenn Sie schon derart konkret gegen die AfD argumentieren und hetzen, müssen Sie in der Sache eben auch konsequent bis zu Ende handeln, sonst bekommen Sie ein ernstes Glaubwürdigkeits-Problem. Die Presse zitierte Sie wie folgt:

Zudem sei sie „höchst alarmiert, dass es organisatorische Schnittmengen zu rechtsradikalen Gruppen wie der Identitären Bewegung in Sachsen-Anhalt gibt, die offenkundig eng mit einzelnen Landtagsabgeordneten der AfD zusammenarbeiten“.

Auf der einen Seite begründen Sie Ihren gesetzeswidrigen, weil klar diskriminierenden Vorstoß damit, die Alternative habe irgendwelche nicht näher bezeichneten Schnittmengen mit „rechtsradikalen Gruppierungen“, auf der anderen Seite scheinen Sie NPD-Mitglieder, Sekten-Anhänger usw. unter Ihren AWO-Mitarbeitern aber offensichtlich nicht zu stören.

Distanzieren Sie sich also bitteschön von allem und jedem, am besten auch von Ihrem Bäcker, Metzger und dem einen oder anderen Handwerker, Nachbarn, Dienstleister usw. Bei rund 15% AfD-Wählern in Sachsen ist die Wahrscheinlichkeit, im täglichen Umfeld irgendwann mit solchen „Rechtspopulisten“ oder deren Anhängern in Kontakt zu kommen, nämlich stets gegeben.

Die AfD ist darüber hinaus keine verbotene Partei, sondern hat inzwischen Dutzende von Abgeordneten in vielen Land- und Kreistagen sitzen. Das mag einer Gutmenschin wie Ihnen zwar schwer zuwiderlaufen, ist aber eine unabänderliche Tatsache.

Übrigens, meine Vermutung, warum Sie die Alternative so sehr auf dem Kieker haben, wird durch Ihren bezeichnenden Satz genährt:

„Wer für eine solche Weltsicht eintritt, arbeitet an der Abschaffung des modernen Sozialwesens und seiner Sicherungssysteme für sozial Benachteiligte.“

Da könnte tatsächlich etwas dran sein. Eine Bundesregierung unter AfD-Führung würde bestimmt dafür Sorge tragen, dass der Nachschub dieser sogenannten „sozial Benachteiligten“ aus der gesamten Welt schlagartig zusammenbräche und auch ansonsten der einzelne Bürger wieder mehr Eigenverantwortung übertragen bekäme.

Das wäre Ihrem Kerngeschäft, der organisierten Sozialschmarotzerei, natürlich schwer abträglich. So viel die Arbeiterwohlfahrt und deren sicherlich zahlreichen politisch unvoreingenommenen Mitarbeiter – anscheinend sind ja sogar einige AfD-Mitglieder so sozial eingestellt, um bei der AWO zu arbeiten – Gutes für unsere Gesellschaft leisten, den Bossen dort geht es im Endeffekt wie fast überall bloß um das Abgreifen staatlicher Mittel und dem zugehörigen bequemen Sessel und noblen Dienstwagen.

Deshalb arbeiten Sie, zusammen mit den Sozialisten der amtierenden Regierung, selbstverständlich mit allen „legalen“ Mitteln an einem schnellstmöglichen AfD-Verbot, bevor die vielen bequemen und einträglichen Posten und Pöstchen und Sesselchen womöglich plötzlich verschwinden.

Viel Erfolg bei Ihrer weiteren Hatz auf Anhänger der Alternative für Deutschland. Ich hätte niemals gedacht, dass es nach 80 Jahren jemals wieder politische Verfolgung – speziell durch „soziale Vereine“ wie die AWO – in unserer Bananenrepublik geben könnte, bloß weil jemand der falschen Partei angehört.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Martini

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