Unbequeme Fragen an die Bundesregierung wegen Bilderberg-Teilnahme

Elvira Filgus
Demokratiepark 3
76135 Allmachtsheim
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Friederike von Tiesenhausen
Am politischen Bollwerk 22
10117 Regimeberg
Friederike von Tiesenhausen
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Elvira Filgus
Demokratiepark 3
76135 Allmachtsheim
13. Juni 2016
Unbequeme Fragen an die Bundesregierung wegen Bilderberg-Teilnahme

Sehr geehrte Frau von Tiesenhausen,

in Vertretung unseres allseits beliebten Finanzministers Wolfgang Schäuble gaben Sie auf der Bundespressekonferenz am 08.06.2016 eine wirklich gute Figur ab.

Ich bewundere Ihre Klarheit, mit welcher Sie irgendwelchen Pseudo-Aufklärern entgegentraten, die stets so tun, als würden sie der Bundesregierung in deren Abwesenheit kritische Fragen stellen können, sich das jedoch nur deswegen trauen, weil die Chefs gerade außer Hause sind.

Da kommt doch tatsächlich so ein Wicht des öffentlich-rechtswidrigen zweiten Staatsfernsehens daher und fragt unter anderem Sie, was sich die Minister von ihrer Teilnahme an der Bilderberg-Konferenz erwarten.

Was wohl erwarten sich hochrangige Regierungsmitglieder von der Teilnahme an einer bis vor wenigen Jahren offiziell gar nicht stattfindenden Geheimkonferenz? Und was glauben diese selbsternannten Presseheinis aus Mainz bitteschön, von den Vertretern der Regierung hier jetzt verraten zu bekommen?

Ihre prägnanten Worte, außer die Teilnahme von Herrn Dr. Schäuble zu bestätigen nichts weiter zu sagen, fand ich sehr eindrücklich. Damit hat der staatliche Auftragsschreiberling sicherlich nicht gerechnet. Wahrscheinlich dachte er, mit seiner Frage den gesamten Bundespresseclub aufmischen zu können.

Weit gefehlt. Souverän bügelten Sie und Kollegen diese dreiste Einmischung in Regierungsgeschäfte ab. Doch diese erbärmlichen Schmierfinken wollten trotzdem keine Ruhe geben.

Zwar ist der vorlaute ZDF-Mann nach Ihrer Antwort verstummt und hat sicherlich bemerkt, dass er den Kürzeren zieht und sich mit weiteren Fragen bloß lächerlich macht. Aber ein anderer vermeintlich kritischer und jungnaiver Hanswurst blühte trotz Ihrer klaren Ansage regelrecht auf.

Frech fragte er, warum die Minister an der Eliten-Geheimkonferenz teilnehmen. Ja warum wohl? Weil es die Chefs hinter den Bilderbergern so wünschen und die deutsche Besatzungsregierung dann eben auch sofort und umfassend zu parieren hat.

Seit 70 Jahren kam schließlich noch kein einziger Kanzler in Amt und Würden, der nicht zuvor höchstpersönlich von den hohen Herrschaften über den Atlantik genehmigt und explizit für diesen Posten freigegeben worden wäre.

Das gilt selbstverständlich genauso für die kommende Bundestagswahl und derzeit wird eben sondiert, ob entweder der ehrenwerte Finanzminister oder seine Kollegin aus dem Verteidigungsministerium besser für die künftige Vasallenregierung geeignet ist. Zu glauben, mit doofen Fragen kämen wir hier inhaltlich und unabhängig von den USA weiter, ist nun wirklich extrem naiv.

Unaufgeregt zeigten Sie dann schon wieder eine Glanzparade, indem Sie dem jungen Herrn klipp und klar demonstrierten, wer im Hause und im Land das Sagen hat. Jedenfalls nicht etwa ein Volk aus solchen „Journaillisten“ oder womöglich gar ein Volk aus Bürgern und Wählern. Ja leben wir denn hier in einer echten Demokratie oder was?

Eigentlich hatte Ihre Reaktion längst deutlich gemacht, wer bei dieser Pressekonferenz wem Rede und Antwort zu stehen hat, definitiv nämlich nicht die Vertretung der Bundesregierung gegenüber der Presse. Aber der dreiste Fragesteller kann es dennoch nicht lassen und fragt nun tatsächlich auch noch, ob Herr Schäuble privat oder als Finanzminister bei der Dresdner Geheimtagung teilnehme.

Besser hätten Sie gar nicht antworten können, als Sie es danach getan haben. Selbstverständlich ist unser oberster Bundesinsolvenzverwalter nicht in seiner Persönlichkeit aufspaltbar, er ist eben einfach dort dabei. Punkt. Ende der Debatte.

Endlich hatte es dann sogar der aufdringliche Pseudokritiker geschnallt, dass er mit seiner lächerlichen Fragerei bei Ihnen nicht weiterkommt und damit zufrieden sein sollte, überhaupt in der Runde der Journalisten sitzen zu dürfen, um den Verlautbarungen des Politbüros folgen zu können. Zu originalen DDR-Zeiten hätte man den Herrn längst „hinausbegleitet“ und anderweitig „verarztet“.

Schade fand ich jedoch, dass Ihre Herren Kollegen vor dem pseudomutigen und hartnäckigen Fragesteller einknickten und ihm eine Art Antwort gaben, auch wenn sie völlig inhaltsleer war. Das ist typisch für die verweichlichte Männerfraktion hierzulande, die offensichtlich bereits bis ganz oben ihren Stolz verloren hat – im Vergleich zu absoluten Emanzen wie Ihnen jedenfalls, wobei ich dieses Wort selbstverständlich im positiven Sinne verstanden haben möchte.

Lassen Sie sich bitte künftig ebenfalls nicht aus der Fassung bringen, als lebten wir in einem Land ohne Verfassung. Solche Querulanten gab es schon immer und mit gängigen rechtsstaatlichen Mitteln ist dem leider nur schwer beizukommen.

Ich würde Ihnen deshalb empfehlen, zukünftig stets ganz genau zu selektieren, wer bei der Pressekonferenz teilnehmen darf und wer nicht. Die bisherigen, durchaus bereits strengen Regeln reichen anscheinend nicht mehr aus.

Dabei ist gerade an dieser Stelle absolute Professionalität geboten. Ansonsten wird womöglich selbst dem dümmsten Bürger irgendwann klar, dass er in einer echten Bananenrepublik lebt und das wollen wir alle doch nun wirklich nicht.

Mit hochachtungsvollen Grüßen

Ihre Elvira Filgus

PS: Sie sollten unbedingt Ihr Shampoo wechseln, denn Ihre Haare sehen irgendwie blass und kraftlos aus. Das kann natürlich auch vom Stress mit diesen fiesen, pseudo-kritischen Journalisten rühren.

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