Bloß keine Volksabstimmungen – viel zu komplex für den dummen Bürger

Volker Volk
Platz der Abstimmung 12
68017 Sou/Verän
Beileid
An
Thomas Gutschker
Im Windschatten 33
60875 Führungstreu
Thomas Gutschker
Im Windschatten 33
60875 Führungstreu
Volker Volk
Platz der Abstimmung 12
68017 Sou/Verän
11. April 2016
Bloß keine Volksabstimmungen – viel zu komplex für den dummen Bürger

Sehr geehrter Herr Gutschker,

das gefällt mir, einen Familiennamen, der bereits das angesagte politische und gesellschaftliche Dogma „Gut“ der Gutmenschen als Kernbestandteil enthält. Da könnten sich Leute wie ein Herr Gabriel, der mit seinem Namen nur falsche Hoffnungen weckt, oder ein Herr Maas, welcher keinerlei Augenmaß im rechtlichen Umgang mit dem Bürger kennt, eine dicke Scheibe von abschneiden.

In Ihrem Kommentar stimmen Sie jedoch kritiklos in den Gleichklang der Ökofaschisten ein, dass Volksabstimmungen nicht grundsätzlich gut, sondern sogar schädlich seien, weil die Themen zu komplex für den Durchschnittsbürger sind und sich diese mit der jeweiligen Thematik ja gar nicht wirklich auseinandersetzen würden.

Glauben Sie etwa ernsthaft, unsere bzw. die Volksvertreter in Holland würden das Assoziationsabkommen zwischen der EU und der Ukraine tatsächlich selbst lesen, bevor sie das gekaufte Händchen heben? Wie niedlich.

Sie schreiben von über 2.100 Seiten an Rechtsbestimmungen, Protokollen, Zolldetails und was weiß ich in diesem konkreten Fall. Doch wie viele der offiziell Verantwortlichen haben damals den Vertrag von Lissabon gelesen und sind dabei über die heimliche Wiedereinführung der Todesstrafe gestolpert?

Oder wie war das mit den unzähligen „Rettungspaketen“, welche vor wenigen Jahren im Eiltempo und ohne jede Debatte oder Widerstand durch die Parlamente gepeitscht wurden? Wieviele Seiten der jeweiligen Ausführung haben unsere Abgeordneten wohl vor dem Abnicken tatsächlich gelesen? Wollen wir wetten, dass kein einziger dieser Leute die Papiere ganz gelesen hat?

In diesen Schwafelbuden, in welchen praktisch keiner wirklich nach Wissen und Gewissen abstimmen darf, sondern sich stets dem Fraktionszwang unterzuordnen hat, besteht aus diesem Grunde prinzipiell sowieso gar keine Notwendigkeit, sich überhaupt mit der Materie zu befassen.

Abgestimmt wird zwar mit wichtiger und ernster Miene, aber sobald anschließend eine konkrete Nachfrage kommt, kann man schon froh sein, wenn diese Marionetten überhaupt wissen, um welches Thema es bei der Abstimmung ging.

Ja, diese sogenannten Volksvertreter informieren sich durchaus „ein Stück weit“, um nicht ganz blöd vor den Kameras dazustehen. Doch ich bin überzeugt, dass sich mancher engagierte Mitbürger tatsächlich mehr Zeit für solche wichtigen Entscheidungen nimmt und die Details prüfen will als die Mehrheit unserer extra dafür bezahlten „Vertreter“.

Selbst wenn der „dumme Bürger“ nur seinem Bauchgefühl vertraut und kein „Experte“ für bestimmte Fragen ist, kann er sich dennoch eine Meinung zu wichtigen Themen bilden und dementsprechend abstimmen.

Mit welchem Recht bitteschön dürfen ansonsten unsere angeblichen Volksvertreter über Gesetze bestimmen, deren Inhalte sie selbst nicht gelesen geschweige denn verstanden haben? Sollte unter diesen Umständen dann nicht auch jeder dahergelaufene Steuerzahler dabei mitreden können, für wen er künftig noch mehr Subventionen und sonstige Geschenke finanzieren muss? Um nichts anderes geht es schließlich beim Ukraine-EU-Abkommen.

Wissen Sie, Herr Gutschker, die meisten Menschen haben durchaus ein gutes Gespür dafür, wenn Sie über den Tisch gezogen werden. Insbesondere bei Forderungen seitens unserer Regierungen oder des sozialistischen Bürokratenhaufens in Brüssel, weiß jeder vernünftige Mensch unmittelbar, dass sich dahinter nichts Gutes für ihn verbirgt.

Dieses Erfahrungswissen ist mitunter besser als Entscheidungsgrundlage geeignet, über derartige Fragen abzustimmen, denn der Durchschnittsbürger ist in aller Regel weder von einer Partei oder Fraktion gekauft noch stehen bei ihm regelmäßig irgendwelche fragwürdigen Lobbyisten vor der Türe – diese Problematik gilt übrigens sowohl für Politiker als auch für „Journalisten“ wie Sie.

Wer sich darüber hinaus gegen die Meinungsmanipulation durch die gleichgeschaltete und regierungshörige Presse, der Sie je mit ihrem Aufsatz zweifellos ergeben dienen, wehrt, hat meines Erachtens wesentlich mehr Entscheidungskompetenz und damit -befugnis, Ja oder Nein zu solchen wichtigen Fragen sagen zu dürfen.

Sie als System-Auftragsschreiberling werden das vermutlich nicht verstehen, da Sie es gewohnt sind, Befehle von oben auszuführen, notfalls auch zu Ihrem eigenen Nachteil. Wir mündigen Bürger hingegen sind ganz sicher nicht so dumm und haben größtenteils mehr Rückgrat als Ihresgleichen, was aber natürlich keine wirkliche Kunst ist.

Bücken Sie sich ruhig weiter vor der Obrigkeit, nur beschweren Sie sich bitte nicht, wenn irgendwann Ihr Rücken schmerzt oder Ihr Genick bricht.

Mit freundlichen Grüßen

Volker Volk

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