WDR-Journalistin gibt zu: „Wir sind natürlich angewiesen, pro Regierung zu berichten“

Bernd Glaubfastalles
Am Lügenturm 94
50157 Chefhausen
Respekt
An
Claudia Zimmermann
Straße der Regierung 38
50666 Roterüge
Claudia Zimmermann
Straße der Regierung 38
50666 Roterüge
Bernd Glaubfastalles
Am Lügenturm 94
50157 Chefhausen
18. Januar 2016
WDR-Journalistin gibt zu: „Wir sind natürlich angewiesen, pro Regierung zu berichten“

Sehr geehrte Frau Zimmermann,

Respekt vor Ihrem großen Mut, die Wahrheit offen auszusprechen. In einem Radio-Interview mit dem niederländischen Sender L1 sagten Sie gerade den Zuhörern in Holland, dass Sie angewiesen seien, in Deutschland pro Regierung zu berichten, insbesondere in Bezug auf den Themenkomplex „Flüchtlinge“:

„Wir sind öffentlich-rechtlicher Rundfunk und darum angehalten, das Problem in einer mehr positiven Art anzugehen. Das beginnt mit der Willkommenskultur von Merkel bis zu dem Augenblick, als die Stimmung kippte und es mehr kritische Stimmen im Rundfunk und auch von der Politik gab.“

[…]

„Und wir sind natürlich sehr wohl angewiesen, ein bisschen pro Regierung zu berichten.“

Nun ist diese Information als solche natürlich keinerlei Neuigkeit für aufmerksame und aufgeklärte Bürger in diesem Land. Diese Aussage allerdings aus dem Munde eines offensichtlichen WDR-Agitators höchstpersönlich zu vernehmen, hat dagegen fast schon etwas Sensationelles.

Als Gründe für diese ungewohnte Offenheit fallen mir folgende Möglichkeiten ein:

  1. Ihr Mund war einfach viel schneller als Ihr Hirn.
  2. Woher sollten Sie wissen, was Sie denken, bevor Sie es hörten, was Sie sagten?
  3. Sie hatten einfach die Nase voll von der ständigen Lügerei im Auftrag des WDR und der Bundesregierung.

Letzteres wäre zwar nicht überraschend, obwohl die meisten gekauften Journalisten durchaus mit voller Überzeugung die Unwahrheit publizieren. Aber vielleicht verfügen Sie ja tatsächlich noch über so etwas wie Reste eines schlechtes Gewissens?

Hierfür spricht, dass Sie zwar unseren holländischen Nachbarn reinen Wein einschenkten, den dämlichen Deutschen allerdings weiterhin lieber ein X für ein U vormachen müssen, weil Sie Angst um Ihren Job haben. Sie konnten ja schließlich nicht ahnen, welche engen Kontakte es zwischen einigen Bundesbürgern und Holländern gibt, womit Ihr erstaunliches Geständnis kurzerhand durch die sperrangelweit offenen Grenzen zurück in die Posteingänge zahlreicher Ihrer Branchenkollegen in unserer Bananenrepublik wanderte.

Natürlich bekam das Ihr Brötchengeber in Köln zwischenzeitlich ebenfalls mit. Womit auch immer Sie der WDR so kurzfristig „überzeugt“ hat, es scheint eine sehr eindrückliche Wirkung auf Sie gehabt zu haben. So ruderten Sie nämlich plötzlich zurück mit den Worten:

„Ich habe an dieser Stelle Unsinn geredet. Unter dem Druck der Live-Situation in der Talkrunde habe ich totalen Quatsch verzapft. Mir ist das ungeheuer peinlich.“

Böse Zungen munkeln, die Regierung in Berlin hätte den WDR umgehend angewiesen, Sie zur sofortigen Rücknahme Ihrer Äußerung zu zwingen. Doch Spaß beiseite, mir als ganz normalem Propaganda-Rundfunk-Zuschauer stellt sich nun unter anderem folgende Frage:

An welcher Stelle genau haben Sie denn jetzt Unsinn geredet?

  1. Als Sie den Holländern offen eingestanden, was jeder deutsche Bürger mit gesundem Menschenverstand längst weiß?
  2. Bei Ihrer täglichen journalistischen Tätigkeit für den WDR-Staatsrundfunk?
  3. Oder als Sie sagten, Sie reden Unsinn?

Sie scheinen jedenfalls ziemlich leichtfertig mit unsinnigen Äußerungen zu sein. Sollen wir wirklich glauben, Ihnen als jahrelange und erfahrene Journalistin unterliefe in einer Radio-Debatte nebenbei ein derart schwerwiegender „Fehler“?

Ihr Arbeitgeber war sichtlich „entsetzt“ über Ihre offenen und ungewohnt ehrlichen Worte. Sicher, die Wahrheit schmerzt umso mehr, wenn man ansonsten ausschließlich mit Lügen zu tun hat. Für diesen schweren Schock gegenüber Ihren WDR-Kollegen sollten Sie sich daher bei ihnen ausdrücklich entschuldigen.

Was ich mich zu guter Letzt noch frage: Wie möchten Sie denn nun Ihre Glaubwürdigkeit wieder herstellen? Oder anders gefragt, warum sollte ich als Fernsehzuschauer Ihnen und Ihren journalistischen Ergüssen bzw. dem WDR zukünftig auch nur ansatzweise Glauben schenken? Woher weiß ich, dass Sie nicht hier und da erneut – oder einfach immer – „Unsinn reden“?

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Glaubfastalles

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1 Antwort

  1. Martin FRANZ sagt:

    …und hier meine Erfahrungen mit dem WDR: https://www.freitag.de/autoren...s-struktur

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