Nicht für „Flüchtlinge“, sondern für Angela Merkel: Bewerbung zum Fluchthelfer

Peter Hudal
Hinterm Mond 4
5248 Fluchtberg
Österreich
Bewerbung
An
Angela Merkel
Platz der Revolution 23
11657 Wütingdam
Angela Merkel
Platz der Revolution 23
11657 Wütingdam
Peter Hudal
Hinterm Mond 4
5248 Fluchtberg
Österreich
25. Januar 2016
Nicht für „Flüchtlinge“, sondern für Angela Merkel: Bewerbung zum Fluchthelfer

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

wie ich der Presse entnommen habe, planen Sie bereits Ihre Flucht aus Deutschland. Die AfD-Politikerin Beatrix von Storch hatte am Sonntagabend im Staatsfernsehen nämlich verkündet, Ihr Rücktritt stünde praktisch unmittelbar bevor und anschließend würden Sie wohl aus Sicherheitsgründen das Land verlassen müssen.

immoZwar habe ich wiederum gehört, dass Sie hierbei als Ziel nicht Chile, von dem Frau von Storch sprach, sondern Paraguay im Auge hätten, wo sogar Immobilienmakler mit Ihrer Person Werbung machen. Aber ich befürchte, ohne zusätzlichen Schutz werden Sie dort gar nicht erst hinkommen, geschweige denn lebend.

Der Grund dafür ist einleuchtend: Sie haben bereits nachweislich mehrere Straftaten im Amt begangen und es ist bloß noch eine Frage der Zeit, wann die Masse der Bevölkerung diesem Treiben nicht mehr tatenlos zuschaut und die weisungsgebundene Staatsanwaltschaft Sie davor ebenfalls nicht mehr schützen kann.

Sicher, im Moment sind die Behörden unter Kontrolle und helfen nach Möglichkeiten mit, wenigstens einen Teil der unzähligen Verbrechen der „Flüchtlinge“ zu vertuschen. Der Fall der 13-jährigen missbrauchten Russlanddeutschen allerdings zeigt, dass mit der ständigen Märchenstunde bald wirklich Schluss sein könnte.

Es dürfte wahrscheinlich auch kaum genügen, weitere, wesentlich schärfere Überwachungsgesetze im Eilverfahren durch Ihre Berliner Abnickbude zu peitschen, um künftige Bürgeraufstände im Keim zu ersticken. Da ist Ihr Chef in Washington deutlich weiter als Sie.

Selbst aus den eigenen Reihen müssen Sie in Kürze mit schwerem Geschütz, nämlich einem Sturz rechnen, nach dem was Horst Seehofer soeben ankündigte. Er sprach von einem drohenden Wahldebakel und glaubt, dieses vielleicht noch verhindern zu können und zwar „egal ob schleichend oder mit einem Hammerschlag“.

Auch Ex-Kollege Edmund Stoiber warf Ihnen vor, Europa kaputt zu machen. Nun, genau das ist ja Ihre Aufgabe und diese erledigen Sie zur vollsten Zufriedenheit Ihrer Auftraggeber aus Übersee. Hierfür fehlt den Betroffenen in Deutschland allerdings das Verständnis – logischerweise.

Ich würde Ihnen zwar empfehlen, diese Vorwürfe zu ignorieren, da Sie Ihre Sache schließlich wirklich sehr gut machen. Erich Honecker wäre wahrlich stolz auf Sie, denn was er in knapp 20 Jahren Arbeit nicht erreichte, haben Sie binnen zwei Amtsperioden bereits um Längen übertroffen.

Das mangelhafte Wissen der Bürger im Land bedeutet für Sie wahrscheinlich die größte Gefahr. Der renommierte Psychiater Hans-Joachim Maaz warnt jetzt sogar vor Ihrem angeblichen „narzisstischen Problem“ und bezeichnet Ihr Verhalten als „vollkommen irrational“. Offenkundig weiß der Mann nicht, für wen Sie arbeiten.

Aus Sicht Ihrer amerikanischen Chefs leisten Sie erstklassige Arbeit. Leider würdigt Sie hierzulande fast niemand dafür, denn die armselige Unterstützung seitens Ihrer Parteihanseln sind nichts weiter als das übliche Hintenreingekrieche, um bloß den eigenen Posten nicht zu verlieren. Das ist keine ehrliche Anerkennung.

Da sich nun allerdings das geplante Finale Ihrer Auftraggeber abzeichnet, Europol warnt jetzt vor massiven Anschlägen des IS in Europa, möchte ich mich bei Ihnen hiermit kurzfristig um die Stelle als Ihr persönlicher Fluchthelfer bewerben.

Mein Großvater hatte einst Ihrem Amtsvorgänger – Sie wissen schon, der Mann mit dem markanten schmalen Schnurrbart und dem Seitenscheitel – bei dessen Flucht aus Berlin aus dem Führungsbunker geholfen. Das ging in letzter Sekunde gerade noch gut und niemand vermutete ihn später in Südamerika, wo er einen ruhigen Lebensabend verbrachte.

Als erste Dienstleistung würde ich Sie gerne beraten, unbedingt einen neuen Fluchtort zu wählen, denn Paraguay können Sie jetzt abhaken, das steht praktisch schon halb in der Bildzeitung. Außerdem hat sich in den vergangenen Jahrzehnten auch technisch einiges getan, sodass ich Ihnen wohl etwas Besonderes und auch ausgesprochen Sicheres anbieten könnte.

Vielleicht kennen Sie das Sprichwort, jemanden zum Mond schießen zu wollen. Aber selbst wenn Ihnen das inzwischen Millionen von Deutschen persönlich wünschen, so würden diese Sie doch ganz bestimmt niemals wirklich dort vermuten, nicht wahr?

Keinesfalls grundlos wird schließlich nach wie vor das Gerücht geschürt, es wäre noch nie jemand auf dem Mond gewesen. Deswegen halte ich das für den besten Plan. Dort oben wären Sie tatsächlich sicher – und die Menschheit vor Ihnen.

Falls Sie Interesse haben, geben Sie mir bitte schnell Bescheid, ich werde dann alles für Ihren Oneway-Flug in die Wege leiten. Zögern Sie aber bitte nicht zu lange, denn ich befürchte, sonst könnten die von Ihnen verratenen Bürger am Ende womöglich noch selbst auf die Idee kommen, Sie zum Mond zu schießen.

Mit besten Empfehlungen

Peter Hudal

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