Lebensverlängerung um jeden Preis oder vorsätzliche Tötung zum „Wohle“ des Patienten?

Petra Enrig
Weg der letzten Hoffnung 3
30328 Einechance
Mitleid
An
Rachel Lambert
Rue de la mort 45
FR-97826 Euthanasie
Rachel Lambert
Rue de la mort 45
FR-97826 Euthanasie
Petra Enrig
Weg der letzten Hoffnung 3
30328 Einechance
8. Juni 2015
Lebensverlängerung um jeden Preis oder vorsätzliche Tötung zum „Wohle“ des Patienten?

Liebe Frau Lambert,

seit dem Unfall Ihres Mannes Vincent im September 2008 liegt dieser im Koma. Die Ärzte sagen, er befinde sich im „Status minimalen Bewusstseins“ – was auch immer das bedeuten mag, denn es gibt nicht wenige Menschen unter uns, die zwar körperlich absolut lebendig sind, sich im Geiste jedoch scheinbar im Tiefschlaf befinden.

Für Sie als Ehefrau muss es sehr schwer sein, seither mit einem quasi nicht ansprechbaren Mann verheiratet zu sein, dessen Körper teilweise auf äußerliche Reize reagiert, der sich aber ansonsten überhaupt nicht mitteilen kann.

Dennoch, immer wieder wachen solche Menschen aus ihrem jahrelangen Koma auf. Allerdings scheinen Sie keine solche Hoffnung mehr zu haben, im Gegenteil. Sie möchten bereits seit 2013 die künstliche Ernährung von Vincent einstellen und Ihren Mann bei lebendigem Leib verhungern und verdursten lassen.

Die behandelnden Weißkittel wollen vor etwa zwei Jahren angeblich einen Widerstand Ihres Mannes gegen die Behandlung festgestellt haben – was in Anbetracht dessen, dass er ansonsten ja keinerlei Interaktion zeigt, ziemlich absurd klingt. Warum sollen wir dieser mutigen Behauptung denn bitteschön ernsthaft Glauben schenken?

Es gibt zweifellos Ärzte, die ihrem Beruf alle Ehre machen, aber es ist leider nur ein kleine Minderheit. Die überwiegende Mehrzahl dieser „Götter in Weiß“ ist lediglich auf eines aus: Auf Geld – und meist noch zusätzlich auf Ruhm und Ehre.

Dafür tun diese Leute sprichwörtlich alles, notfalls gehen sie sogar über Leichen. Die unglaublich große Macht, über Leben und Tod anderer entscheiden zu können, bekommt einigen dieser Leute ganz offenkundig nicht. Und jetzt hat auch noch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in deren Sinne entschieden, Ihren Mann legal verhungern lassen zu dürfen.

Dieselben Ärzte, die Vincent 2008 ins Koma versetzten, wollen ihn nun sterben lassen und haben ganz offensichtlich Sie, die Ehefrau, sowie fast alle seine Geschwister mit auf ihre Seite gebracht. Allein seine Eltern und zwei Geschwister versuchen weiterhin seinen vorsätzlichen Tod, also einen Mord, zu verhindern.

Angesichts der Tatsache, dass die „Wissenschaft“ bis heute nicht weiß, wo unser Bewusstsein tatsächlich sitzt und in welcher Verbindung es zu unserem Gehirn steht, ist es schlichtweg vermessen, zu behaupten, Vincent befände sich in einem „vegetativen Zustand durch unumkehrbare Hirnverletzungen“. Zum einen verstehen die Weißkittel ja gar nicht wirklich, was sie da behaupten, und zum anderen wäre Ihr Mann nicht der erste, der plötzlich und völlig unvermutet wieder ins Leben zurückfindet, wofür die Damen und Herren „Götter“ dann natürlich keinerlei logische Erklärung parat hätten.

Es scheint im Trend unserer Zeit zu liegen, das vorsätzliche Töten von Menschen immer mehr zu legalisieren und gleichzeitig zu normalisieren. Von der millionenfachen Abtreibung über die aktive Sterbehilfe bis hin zur „alternativlosen Chemotherapie“ haben wir es faktisch in jedem einzelnen Fall mit eiskaltem Mord zu tun und die Mediziner klatschen eifrig Beifall.

Durch die vermeintliche „Rechtsprechung“ irgendwelcher höchsten Gerichte wird aber Unrecht trotzdem noch lange nicht zu Recht – ein Mord bleibt immer ein Mord. Dennoch gewöhnen sich so die Menschen daran, das Leben anderer stetig weniger zu respektieren und es bei Bedarf nach Lust und Laune einfach auslöschen zu können.

Ob Ihrem Mann wirklich damit gedient wäre, ihn verhungern zu lassen – wobei weder Sie noch die scheinbar allwissenden Ärzte sicher sein können, dass er tatsächlich ohne Bewusstsein ist oder den eigenen Tod angeblich gar selbst wünscht -, kann niemand mit Gewissheit sagen.

Klar ist jedoch eines: Wir haben unser Leben von Gott geschenkt bekommen. Niemandem steht es daher zu, das eigene oder das Leben eines anderen Menschen willkürlich oder mutwillig zu beenden, egal wie alt er ist oder in welchem Zustand er sich befindet.

Wer hier zu Gunsten der offensichtlich mordlüsternen Ärzte entscheidet, hat eine rote Linie überschritten und wird auch künftig nicht davor zurückschrecken, immer weitere Linien zu überschreiten – selbst solche, an die wir heute noch nicht zu denken wagen.

Möge Ihr Mann hoffentlich im letzten Moment aus dem Koma erwachen und den überheblichen „Göttern in Weiß“ sowie Ihnen die Leviten lesen. Falls nicht, wird das eines nahen Tages ein anderer tun, dessen können Sie sicher sein.

Viele Grüße

Petra Enrig

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