Antworten der Bundesregierung auf Fragen zum Thema Grexit und Griechen-Pleite

Peter Sorgenfrei
Ahnungsloser Weg 23
59348 Allesbestens
Anfrage
An
Pressesprecher Bundesregierung
Ausweglos 92
14183 Räuberstaat
Pressesprecher Bundesregierung
Ausweglos 92
14183 Räuberstaat
Peter Sorgenfrei
Ahnungsloser Weg 23
59348 Allesbestens
29. Juni 2015
Antworten der Bundesregierung auf Fragen zum Thema Grexit und Griechen-Pleite

Sehr geehrte Pressestelle des Kanzleramtes,

mit Besorgnis beobachte ich die Entwicklungen in Brüssel und Berlin zur Eurokrise und befürchte, dass auch meine Ersparnisse demnächst in Gefahr sind. Könnten Sie mir bitte auf meine nachfolgenden Fragen möglichst konkrete Antworten geben?

Zunächst einmal: Ist Griechenland bereits pleite?

Nein, die in den Medien dargestellte Situation ist bei Weitem nicht so dramatisch, wie sie vielleicht nach außen hin erscheinen mag. In Wirklichkeit gab es lediglich eine kleine Verstimmung zwischen den Verhandlungspartnern nach einer unpassenden Äußerung seitens Alexis Tsipras, der die EU völlig unpassenderweise als Diktatur bezeichnete.

Pleite ist Griechenland erst, wenn der Staat seinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann, aber selbst in diesem Fall würde die Bundesregierung alles in ihrer Macht stehende veranlassen, um ihren Amtskollegen im Süden aus der Patsche zu helfen.

Warum sind denn die griechischen Banken im Moment dann alle zu?

Richtig, die Banken sind geschlossen, jedoch dient dies bloß einer störungsfreieren Revision der dortigen Institute. Solange die Bürger in Scharen ihr Geld abheben und sich dabei außerdem gegenseitig in unnötige und unangebrachte Panik versetzen, ist das Zählen der vorhandenen Guthaben kaum möglich und die Banken haben Schwierigkeiten, sich von der EZB mit der gewünschten Bargeldmenge ausstatten zu lassen.

Gerüchten zufolge sollen die Banken offiziell gar nicht wegen einer Regierungsverordnung geschlossen sein, sondern aufgrund neu eingeführter staatlicher Feiertage diese Woche nicht geöffnet haben. Die EU überlegt inzwischen sogar schon, derartige Bankfeiertage unionsweit einzuführen, damit die Bürger den Sommer besser genießen können.

Sind unsere Spareinlagen in Deutschland eigentlich noch sicher?

Natürlich, nie waren sie so sicher wie heute. Angela Merkel persönlich haftet dafür, sie versprach das bereits vor etlichen Jahren, vielleicht erinnern Sie sich? Selbst in Griechenland ist das Geld bestens gesichert, immerhin darf dort ab jetzt jeder höchstens 60 Euro pro Tag von seinem Konto abheben. Auch Auslandsüberweisungen sind in Hellas per sofort nicht mehr möglich, was Online-Räubern ihre Arbeit quasi unmöglich macht.

Wenn Sie als Deutscher Ihr Geld wirklich sicher verwahren wollen, eröffnen Sie am besten ein Konto bei einer griechischen Bank und überweisen Sie schnellstmöglich Ihre gesamten Ersparnisse dorthin. Mehr Sicherheit bekommen Sie derzeit nirgendwo.

Greift in diesem Fall nicht womöglich die kommunistische Regierung in Athen auf mein Geld zu?

Nein, das ist so gut wie ausgeschlossen, da die Regierung Tsipras sogar eine Volksabstimmung abhält, um den Wählerwillen zu erfahren. Soetwas findet nicht einmal in der BRD statt. Dass demokratisch gewählte Machthaber eines EU-Staates sich am Geld der eigenen Bürger bereichern, ist vollkommen undenkbar. Wir sehen das ja in unserer eigenen gelebten Demokratie: Wolfgang Schäuble würde Ihnen beispielsweise nie mehr als gesetzlich erlaubt von Ihrem Vermögen abziehen.

Müssen wir Bürger denn nun persönlich für die Milliardenversprechungen unserer Regierung haften?

Selbstverständlich nicht. Die Bundesregierung hat lediglich eine Art Bürgschaft für Griechenland unterschrieben, welche jedoch nur dann schlagend würde, wenn Athen in die Zahlungsunfähigkeit rutscht oder aus dem Euro aussteigt. Das wird allerdings nicht passieren.

Warum nicht? Schließlich ist dies der logische nächste Schritt des jetzigen Szenarios.

Nein, ein Ausstieg aus dem Euro ist prinzipiell nicht vorgesehen. Und falls Griechenland tatsächlich zahlungsunfähig würde, stünde Wolfgang Schäuble binnen weniger Stunden persönlich mit einem Koffer voller Geld in Athen vor dem Parlament.

Aber dann haften wir als Bürger ja doch mit unserem Vermögen?

Sie brauchen sich wirklich nicht zu beunruhigen. Das Geld im Koffer stammt nicht aus Steuermitteln, denn der Finanzminister hatte vergessen, dass in seinem Keller ein ganzer Schrank mit unzähligen Schubladen jeweils randvoll mit Bargeld ungenutzt herumsteht.

Ach so, jetzt bin ich beruhigt. Ich hatte schon befürchtet, uns könnte infolge von Ansteckung ebenfalls bald ein Bankrun oder gar eine Staatspleite bevorstehen und damit einhergehend Bankenschließungen und die Beschlagnahmung von sämtlichen Sparguthaben oder gar eine Währungsreform mit dem Totalverlust aller Geldvermögen.

Keine Sorge, unsere Regierung hat alles fest im Griff. Besonders Ihre Sparvermögen.

Was meinen Sie damit?

Sowohl Angela Merkel als auch Wolfgang Schäuble haben keinerlei Verständnis für die Verschwendung von Steuergeldern durch Regierungen wie in Athen oder anderswo in Europa. Daher ist neben der baldigen Bargeldabschaffung außerdem geplant, die Geld- und Sparvermögen aller Bundesbürger aus Sicherheitsgründen in staatliche Obhut zu überführen, da nur so der Zugriff durch strauchelnde Banken bzw. ein völliger Guthabensverlust durch Bankenpleiten verhindert werden kann.

Sie sehen, die Bundesregierung unternimmt wirklich alles, um Sie und alle anderen Bürger vor den Folgen gieriger und korrupter Hände und Handlanger zu schützen.

Haben Sie vielen Dank für Ihre beruhigenden Worte. Mit freundlichen Grüßen

Peter Sorgenfrei

Das könnte Sie auch interessieren:

EU-Kindergarten: Nach gemeinsamen Sanktionen nun gemeinsame Schadenersatzforderungen Sehr geehrte Damen und Herren Eurokraten,mit vereinten Kräften versuchen Sie uns Menschen Europas durch dreiste Lügen und dümmliche Propaganda um ...
Hamburger Uni-Professorin fordert: Deutsche sollen jetzt Arabisch lernen Sehr geehrte Frau Redder,bekanntlich gehen die Uhren im Norden ja etwas anders, genauer gesagt drehen sie sich dort überwiegend links herum. Dasse...
Malmström will noch größeren Flüchtlingsstrom nach Europa Sehr geehrte Frau Diktatorin,ich weiß, es ist schwer, sich aus zehntausend Kilometern Höhe ein Bild der Realität von hier unten und vor Ort zu ver...
Jetzt bewerben: Massenmedien suchen neue „Nazi“-Statisten für Pegida Sehr geehrte Damen und Herren,hiermit bewerbe ich mich auf die Stelle als Demonstrations-Statist mit "rechtsradikaler" Gesinnung für den Standort ...

Empfehlung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.