Es ist ja nur unser Geld: Vizekanzler will Griechen weitere Milliarden schenken

Philip Ausgesaugt
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13052 Geldloch/Untreu
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Philip Ausgesaugt
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18. Mai 2015
Es ist ja nur unser Geld: Vizekanzler will Griechen weitere Milliarden schenken

Sehr geehrter Herr Gabriel,

Griechenland ist pleite und eigentlich warten wir alle bloß noch auf den großen Moment, in welchem Regierungschef Alexis Tsipras die Zahlungsunfähigkeit seines Landes offiziell bekannt gibt. Irgendwie scheint Ihnen dieser Gedanke jedoch ziemlich schwer zugänglich zu sein, da Sie vor dem Grexit, welcher der Pleite unmittelbar folgen würde, laut warnen.

Als Grund geben Sie an: Niemand hätte mehr Vertrauen in Europa, wenn der Erste das sinkende Schiff verließe. Aber zum einen handelt es sich nicht um Europa, welches Griechenland verlassen will – das dürfte geologisch nämlich relativ schwierig und sehr aufwendig und damit natürlich wiederum viel zu teuer für diese Pleitiers sein.

Zum anderen sinkt das EU- und Euro-Schiff trotzdem demnächst, egal ob nun Athen mit an Bord sitzt oder sich per russischem Rettungsboot auf und davon macht. Außerdem befremdet mich Ihre Befürchtung des behaupteten Vertrauensverlusts, denn angeblich haben der Euro und wir alle doch überhaupt nichts zu befürchten, wenn sich Hellas bankrott erklärt und den Euro aufgibt.

So zumindest erzählt uns das die Lügenpresse seit Monaten und die haben das wiederum aus Brüssel, Frankfurt und Berlin exakt so aufgetragen bekommen. Was also soll bitteschön dieses neue Angstgejammer Ihrerseits?

Im Übrigen finde ich es – ich möchte es betont diplomatisch ausdrücken – „gewagt“, wie Sie den Griechen, die noch nicht einen Cent ihrer enormen Schulden tatsächlich zurückgezahlt haben, bereits den nächsten Blankoscheck in Aussicht stellen. Tsipras und Co müssten dafür lediglich ein paar klitzekleine Pseudo-Reförmchen versprechen, dann fließt die nächst Kohle sofort wieder per Druckleitung gen Süden.

Ich darf Sie an dieser Stelle freundlich darauf aufmerksam machen, dass dieses Geld, mit dem Sie gerade wie wild in der Luft herumfuchteln, von uns Bürgern hart erarbeitete Steuermittel sind und nicht Ihnen gehören. Manche nennen das, was Sie vorhaben, übrigens den Straftatbestand der Veruntreuung. Sie selbst haben zur Wertschöpfung dieser Steuereinnahmen genau gar nichts beigetragen – wie alle Ihre Politik-Kollegen natürlich ebenfalls nicht.

Ja, Sie wissen selbstverständlich, wessen Geld Sie hier veruntreuen wollen, sonst würden Sie gar nicht erst von irgendwelchen vermeintlichen Bedingungen und Auflagen gegenüber den Griechen fabulieren. Wie hatten Sie das doch so schön formuliert:

„Ein drittes Hilfspaket für Athen ist nur möglich, wenn die Reformen auch umgesetzt werden.“

Klingt toll, klingt hart und klingt nach Möchtegernchef, macht aber bestimmt nur beim in jeder Hinsicht belogenen und betrogenen deutschen Steuerzahler ein klein wenig Eindruck. Die griechische Regierung dagegen weiß, wie sie sich hierbei zu verhalten hat und jammert schon im Voraus ganz erbärmlich herum wegen Ihrer ach so „harten Reform-Forderungen“.

Diesbezüglich wird Ihnen und Ihren Mit-Sozialisten sicherlich wieder etwas Passendes einfallen, was nach schwerer Demütigung aussieht, Griechenland im Endeffekt jedoch allerhöchstens peripher tangiert. Zu guter Letzt heißt es dann wie üblich in der Tagesschau: Das dritte Hilfspaket wurde einstimmig beschlossen, weil Athen sich exakt an die Bedingungen gehalten hat.

Im Zusammenhang mit Ihrem bereits genannten Zitat befremdet mich allerdings Ihre weitere Aussage:

„Wir können nicht einfach Geld dorthin schicken.“

Was meinen Sie denn bitte damit, Sie könnten nicht einfach Geld in Richtung Süden schicken? Es ist doch nicht das erste Mal, dass Milliarden ohne jede Gegenleistung an Athen überwiesen und im Bundeshaushalt als Schenkung verbucht werden, während Ihre Regierung dies der Öffentlichkeit als seriösen Kredit verkauft, den unsere Freunde dort unten garantiert auf Heller und Pfennig wieder zurückbezahlen werden – immerhin stehen ja schon bald die ersten Entschädigungszahlungen wegen irgendwelcher früheren Kriegsverbrechen an.

Sie wollen uns also wirklich allen Ernstes weismachen, Sie hätten plötzlich Skrupel bekommen bezüglich der nächsten Schenkung und Veruntreuung von Steuergeldern? Warum denn auf einmal? Das hat Sie und Ihre Kollegen bisher schließlich auch nicht im Geringsten gestört.

Gab es womöglich letzte Woche ein Memo im Bundestag, in welchem alle „Volksvertreter“ darüber informiert wurden, dass künftig sämtliche „Rettungspakete“ stets selbst aus der eigenen Tasche der Regierungsmitglieder bezahlt werden müssen?

Keine Sorge, Herr Gabriel, das war nur ein böser Scherz. Sie können selbstverständlich weiterhin ungestraft Steuergelder verschenken, an wen und soviel Sie wollen, gerne auch zum Fenster hinauswerfen oder sich den Hintern damit abwischen – niemand wird Sie behelligen. Im Augenblick jedenfalls, für die Zukunft kann ich Ihnen das jedoch nicht garantieren.

Mit freundlichen Grüßen

Philip Ausgesaugt

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