Steuersparmodell Sicherheit: Wohnungseinbrüche und Autodiebstahl künftig steuerlich absetzbar?

Dieter Ärgerlich
Mit offenen Türen 22
97681 Schutzlos
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Thomas de Grenzenauf
Bruchstr. 128
18825 Diebesbach
Thomas de Grenzenauf
Bruchstr. 128
18825 Diebesbach
Dieter Ärgerlich
Mit offenen Türen 22
97681 Schutzlos
6. April 2015
Steuersparmodell Sicherheit: Wohnungseinbrüche und Autodiebstahl künftig steuerlich absetzbar?

Sehr geehrter Herr de Grenzenauf,

vielleicht haben Sie es schon gelesen, was der Vizepräsident der Industrie-und Handelskammer Dortmund, Herr Punge, in seinem offenen Brief an den dortigen Polizeipräsidenten geschrieben hat. Er beklagt darin die katastrophale Sicherheitslage in unserem Land bezüglich der rapide steigenden Diebstahls- und Einbruchszahlen.

Nichtsdestotrotz scheinen Sie aber bereits bestens über die Situation Bescheid zu wissen, wie wir Ihrer jüngsten Aktionismus-Idee entnehmen können. Sie schlugen vor, steuerliche Anreize für Hausbesitzer zu schaffen, die sich gegen Eindringlinge rüsten wollen.

Abgesehen davon, dass es wohl keinen vernünftigen Menschen geben dürfte, der sich nicht vor irgendwelchen Langfingern schützen möchte, stellt sich jedoch die Frage nach dem Sinn Ihres Vorhabens.

Warum sollten wir Bürger eigentlich nochmals extra für etwas bezahlen, was im Prinzip genau der ureigensten Aufgabe eines jeden Staates entspricht, nämlich der Schaffung und Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung im Lande?

Ach so, dieses Problem wollen Sie ebenfalls endlich wieder in Angriff nehmen? Mit Ihrem genialen Plan zum „predictive policing“ etwa? Glauben Sie ernsthaft, mittels Computern ließe sich vorausberechnen, wo von welchen Verbrechern wann der nächste Einbruch geplant ist?

Angeblich sehen Sie in der länderübergreifenden Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn die größten Erfolgschancen, um den gut organisierten internationalen Einbruchsbanden zu Leibe zu rücken. Das macht sicherlich Sinn, da ein Großteil dieses Gesindels aus dem Osten kommt, um bei uns nicht allein den aktuellen Sperrmüll, sondern auch gleich den zukünftigen kostengünstig abzutransportieren.

Nun sind das ja alles nette Ideen und mögen Sie als scheinbar fleißigen Politiker erscheinen lassen, welcher nur das Wohl der ihn bezahlenden Bürger im Sinne hat. Aber es gäbe eine weitaus effektivere und wesentlich günstigere Methode, der steigenden Kriminalität, dem organisierten Verbrechen – ich meine damit nicht unsere Bundesregierung, obwohl jene zweifelsfrei genau diesen Tatbestand erfüllt – und der mittlerweile fast vollständig fehlenden Sicherheit im Lande Abhilfe zu schaffen:

Schließen Sie einfach die Grenzen. Hiermit wäre zum einen der Nachschub an immer weiteren Ganoven aus aller Herren Länder abgeschnitten. Zum anderen hätten diese Gauner erhebliche Probleme, ihr Diebesgut außer Landes zu schaffen und müssten stattdessen gleich hier vor Ort versuchen, es zu Geld zu machen, was sich natürlich wesentlich schwieriger gestaltet.

Wenn das geschafft ist, kann sich die Polizei anschließend daran machen, das bereits in unserem Lande befindliche Diebespack zu fassen, abzuurteilen und möglichst zügig über die Grenzen zu schaffen – ohne ihr Diebesgut. Zuvor böte es sich allerdings an, diese finsteren Gestalten den von ihnen verursachten Schaden erst wieder gut machen zu lassen, beispielsweise durch harte Zwangsarbeit im Gefängnis.

Bitte vergessen Sie bei dieser Aktion auch nicht all diejenigen Ausländer, die längst „polizeibekannt“ sind, wie es stets so schön verharmlosend heißt. Wer gleich mehrfach und wiederholt mit unserem Gesetz in Konflikt geriet, hat entweder Tomaten auf den Augen, Watte in den Ohren oder schlichtweg nichts bei uns zu suchen. Heimflug oder Heimfahrt lautet hier die alternativlose Devise.

Sie werden sehen, binnen zwei Jahren wäre Deutschland das sicherste Land der Welt. Und nein, es bedarf keines einzigen neuen Gesetzes, um das alles umzusetzen, denn Diebstahl ist schon immer eine Straftat – zumindest gilt das für jeden Deutschen, der bei selbiger erwischt wird, da er vom Ausländerbonus vor unseren Gerichten nicht profitiert. Das geltende Recht müsste lediglich einmal umfassend angewandt werden.

Ich weiß natürlich, dass es Ihnen als Politiker viel leichter fällt, zu labern anstatt zu handeln und ein sinnloses Gesetz nach dem anderen – üblicherweise nur zum Nachteil der Bürger – abzunicken. Ihr schöner Plan mit den steuerlichen Anreizen könnte aber ansonsten womöglich nach hinten losgehen.

Wie Herr Punge nämlich ankündigt, wird er bei weiterhin anhaltender Kriminalität damit beginnen, sämtliche notwendigen Maßnahmen zum Schutz seiner Familie und seines Eigentums auf Kosten des Staates vorzunehmen und seine Steuern um eben diesen Betrag zu reduzieren.

Falls Punges wirklich guter Vorschlag Schule anschließend macht, dürften Sie ein kleines Problem bekommen, da Ihr bereits totgespartes minimalistisches Polizeipersonal dann nicht mehr zur jetzt schon lächerlichen elfprozentigen Aufklärung dieser Verbrechen zur Verfügung stünde, sondern zusätzlich Millionen säumige Steuerzahler jagen müsste. Dieses Vorhaben dürfte Ihnen definitiv misslingen.

Darum warte ich nun gespannt auf Ihre baldige Ankündigung, wann Sie die Grenzen schließen lassen. Geschieht das nicht, wird Sie das eines nahen Tages Ihren Posten kosten, das garantiere ich Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Ärgerlich

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