Schweizer Sozial-Urlaub: Einmal ganzjährige Vollpension mit kostenloser Rundum-Bespaßung, bitte!

Deutscher Steuerflüchtling
Im Überfremden 16
86129 Lustvergangen
Bewerbung
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Gemeinde Hagenbuch
Sozialgasse 60000
CH-9718 Teueralm
Gemeinde Hagenbuch
Sozialgasse 60000
CH-9718 Teueralm
Deutscher Steuerflüchtling
Im Überfremden 16
86129 Lustvergangen
3. November 2014
Schweizer Sozial-Urlaub: Einmal ganzjährige Vollpension mit kostenloser Rundum-Bespaßung, bitte!

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Ihrer Gemeinde lebt eine achtköpfige „Flüchtlingsfamilie“ aus Eritrea und genießt ihren Dauerurlaub in vollen Zügen. Für Unterkunft, Verpflegung, Heimunterbringung von vier Kindern sowie die Zuhause-Betreuung weiterer drei Kinder bezahlen Sie in Hagenbuch monatlich 60.000 Franken.

Das ist sehr vorbildlich von Ihnen, denn Multikulti und Flüchtlingstourismus gehen heute eindeutig dem herkömmlichen Geschäft mit Urlaubern vor. Dazu kommt, dass diese afrikanische Familie das ganze Jahr in Ihrem Ort weilt, während die Gäste aus dem europäischen Ausland immer nur wenige Wochen bleiben und durch den ständigen Wechsel auch jede Menge Arbeit verursachen.

Trotzdem möchte ich mich bei Ihnen um einen ähnlichen Platz bewerben. Ich wäre mit etwa 5.000 Franken monatlich zufrieden, da ich alleinstehend bin. Damit sollten Sie mir ein angemessenes und bescheidenes, aber dennoch akzeptables Domizil zur Verfügung stellen können. Wenn möglich bitte mit See- oder Almblick.

Die Lebenshaltungskosten in der Schweiz sind leider deutlich höher als in unserer Bananenrepublik, daher muss das monatliche Taschengeld sicher etwas höher als der Mietkostenanteil ausfallen. Auf die sozialpädagogische Betreuung können Sie selbstverständlich verzichten, denn das blödsinnige Gehampel mag ich nicht wirklich.

Sie können mich offiziell auch genauso wie die eritreische Familie als „Flüchtling“ führen, genauer gesagt als Steuerflüchtling. Es muss schließlich alles seine Ordnung haben.

Ich hoffe allerdings, dass Sie bezüglich meines Aufenthaltes nicht ebenfalls einen derartigen Aufruhr anstiften wie wegen Ihrer Dauergäste aus Afrika, denn wo es um Menschenleben geht, darf Geld keine Rolle spielen. Natürlich habe ich Verständnis dafür, wie schwer es Ihnen fällt, den Einwohnern von Hagenbuch Steuererhöhungen zuzumuten, weil sich einige Gäste nicht integrieren wollen, aber die Bürger haben ihre Politiker freiwillig selbst gewählt, also sollten sie jetzt dazu stehen und zahlen.

Daher finde ich es äußerst unschön, wie Sie gerade schon wieder in der Presse herumjammern wegen lächerlicher 2.000 Franken Taxikosten im Monat für die besagte Familie. Wissen Sie denn überhaupt, was eine eigene Bereitschaftslimousine kostet? Die Taxi-Variante ist ja nun wahrlich ein Schnäppchen dagegen und Sie wollen den armen Kindern doch wohl nicht zumuten, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, da sie dabei immerhin rassistischen Schweizern begegnen könnten.

Außerdem ist das Drama sicherlich schon bald zu Ende. Damit meine ich nicht den Dauerbesuch Ihrer acht Gäste, sondern die Kostenfrage. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde wird selbstverständlich jetzt nicht anfangen, hier und dort 20 Franken einzusparen, das führt schließlich zu nichts, es bringt bloß schlechte Stimmung unter den „Flüchtlingen“.

Das bisherige Betreuungsangebot sollte unbedingt in seinem Umfang erhalten bleiben, eher noch weiter ausgebaut werden, denn vielleicht lässt sich die Familie ja langfristig doch noch integrieren, wenn sich Ihre Gemeinde etwas mehr bemüht. Falls nicht, können Sie ihnen ja in 20 Jahren einen kostenlosen Rückflug nach Eritrea anbieten.

Um die Debatte künftig aus der Öffentlichkeit zu halten, sind die Behörden und die Schweizer Regierung sicherlich stark bestrebt. Würden die 60.000 Franken monatlich nämlich nicht mehr direkt aus Ihrer Gemeindekasse, sondern aus einem großen, undurchsichtigen, gesamtstaatlichen Topf fließen, wären Ihre Mitbürger zumindest vordergründig entlastet.

Allgemeine Steuererhöhungen lassen sich hiermit natürlich nicht vermeiden, aber irgendwer muss die zahllosen Flüchtlinge schließlich finanzieren. Da das wohl kaum jemand freiwillig macht und unmittelbar damit begründete Abgabenerhöhungen toleriert, muss das eben hintenherum laufen.

Ich bin sicher, Ihre Regierung in Bern hat längst Kontakt nach Berlin aufgenommen, um in Erfahrung zu bringen, wie man effektiv die Steuern erhöht, ohne dass die Bürger einen Zusammenhang zwischen Sozialschmarotzern und diesen zusätzlichen Belastungen herstellen können. Wir haben dafür nämlich sehr gute Fachkräfte, welche sich unter anderem durch ihre hohe Vergesslichkeit in diskreten Finanzangelegenheiten auszeichnen.

Solche Intransparenz wird Ihnen sicherlich dabei helfen, die Gemeindefinanzen formal wieder in den Griff zu bekommen und daher hoffe ich, dass meine Bewerbung auf einen Flüchtlingsplatz Aussicht auf Erfolg hat.

In Erwartung Ihrer positiven Rückmeldung verbleibe ich mit einem freundlichen Grüetzi

Ein deutscher Steuerflüchtling

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