Ist Ihre Gemeinde pleite? Machen Sie den Schlaglochdetektor-Test

A. Nonym
Am Kassenplatz 43
18809 Zahlmichel
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Ausgepresster Bürger
Pleitegasse 12
68310 Armweiler
Ausgepresster Bürger
Pleitegasse 12
68310 Armweiler
A. Nonym
Am Kassenplatz 43
18809 Zahlmichel
13. Oktober 2014
Ist Ihre Gemeinde pleite? Machen Sie den Schlaglochdetektor-Test

Lieber ausgepresster Mitbürger,

Sie kennen das Problem bestimmt: Das örtliche Schwimmbad wurde bereits vor Jahren aus Kostengründen geschlossen, die Schule hat im Winter die Heizung immer weiter herunter geregelt, sämtliche Gemeindesteuern und -gebühren wurden teils drastisch angehoben und die Straßen bestehen nur noch aus von einzelnen Asphaltstücken umrandeten Schlaglöchern.

Leben Sie in einer solchen Gemeinde, brauchen Sie sich keine Hoffnungen auf Besserung zu machen, denn die wirklich notwendigen Reparaturen und Investitionen liegen längst auf Eis. Wissen Sie nicht so genau, ob auch Ihre Gemeinde zu den baldigen Pleitekandidaten im Lande gehört, machen Sie einfach den Schlaglochdetektor-Test:

Stellen Sie hierzu vorsichtig eine Sahnetorte auf den Rücksitz Ihres Wagens und drehen Sie dann eine großzügige Runde um den Block oder durch den Ort und begutachten Sie anschließend die Torte bzw. deren Überreste. Können Sie diese nun völlig unversehrt ausladen und verzehren, haben Sie wahrscheinlich geschummelt und leben gar nicht in einer deutschen Metropole und auch nirgendwo sonst auf dem Land bei uns, sondern sind im Süden Europas oder irgendwo anders auf der Welt heimisch.

Finden Sie dagegen wesentliche Teile der schönen Torte ringsum auf den Sitzen sowie an sämtlichen Scheiben Ihres Wagens wieder und dazu den jämmerlichen Rest des Kuchens am Boden verteilt, dann leben Sie zweifellos in einer typischen Pleitegemeinde Deutschlands.

Zugegeben, dieser Test ist eigentlich sinnlos und überflüssig, da er in nahezu jeder Region unserer einst gut gepflegten Bananenrepublik sehr ähnlich ausfällt. Manch einer munkelt gar, diverse Gemeinden hätten mittlerweile eigens Mitarbeiter nur dafür abgestellt, die zahllosen Meldungen über Straßenschäden aufzunehmen, um die übrigen Behördenkräfte diesbezüglich zu entlasten.

Der Gemeindefinanzbericht des Deutschen Städtetages hat gerade erst den Investitionsrückstand bezüglich der Sanierung von Straßen und Gebäuden in Deutschland auf erstaunliche und unbegreifliche 118 Milliarden Euro beziffert. Diese Zahl dürfte übrigens identisch mit der Anzahl an Schlaglöchern auf bundesdeutschen Straßen sein.

Warum sich gerade unsere Verkehrsinfrastruktur trotz teilweise ordentlich sprudelnder Einnahmen von Ländern und Gemeinden in diesem erbärmlichen Zustand befindet, begründet der Bericht des Städtetags mit den „schnell wachsenden Sozialausgaben“.

Insbesondere die Flüchtlingswelle aus dem Nahen Osten sorge für erhebliche finanzielle Belastungen der Gemeinden. Das ist auch kein Wunder, denn für Asylanten gibt es bislang nicht nur ein unbegrenztes Budget, sondern es werden bisweilen wegen Platzmangels sogar Hotels angemietet, um die Massenzuwanderer standesgemäß unterbringen, verköstigen und mit allem nötigen Komfort ausstatten zu können.

Um diese steigenden finanziellen Belastungen überhaupt noch irgendwie zu stemmen, müssen viele Gemeinden inzwischen zusätzliche Kredite aufnehmen. Ansonsten wären sie schlichtweg nicht mehr in der Lage, ihr zahlreiches Behördenpersonal zu bezahlen und die Zinsen für die anderen bereits laufenden Schulden aufzubringen.

Dass diese Entwicklung wenig „nachhaltig“ ist, um es einmal ökologisch korrekt zu bezeichnen, steht außer Frage. Weil unsere sogenannten Volksvertreter jedoch nach wie vor klar Flagge zeigen, wenn es um die Richtungsentscheidung zwischen Autochthonen und Ausländern geht, brauchen wir vorerst nicht mit einer Entspannung der Lage zu rechnen.

Im Gegenteil, die Prioritäten sind unverändert und eindeutig. Unsere Steuern und Abgaben werden deswegen auch künftig weiter steigen, vielleicht sogar ein wenig schneller als bisher, und die noch nicht verschlaglochte Straßenfläche wird im Gegenzug entsprechend von Tag zu Tag schrumpfen.

Kluge Köpfe investieren daher nicht mehr in Aktien oder Gold und Silber, sondern stattdessen in geländegängige Fahrzeuge, um weiterhin mobil zu bleiben, wenn die Behörden sämtliche Straßen, außen jenen zum Asylantenheim, wegen akuter Lebensgefahr sperren werden.

Viele Grüße von Opfer zu Opfer

Ihr A. Nonym

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