Kostenlos tanken mit Tesla – Revolution des Autofahrens?

Elektroauto-Fan
Subventionsweg 92
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Tesla Motors
Elektrostr. 12V
Ampere CA 94304, USA
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2. September 2014
Kostenlos tanken mit Tesla – Revolution des Autofahrens?

Sehr geehrte Firma Tesla,

meine Hochachtung vor der Leistung Ihres Unternehmens: Binnen 18 Monaten hat sich Ihr Börsenwert versechsfacht, während zeitgleich der Dow Jones nur um 30% anstieg. Trotzdem ruhen Sie sich nicht aus, sondern wollen die Welt weiter revolutionieren.

Erst vor wenigen Monaten haben Sie Ihre sämtlichen Patente der Öffentlichkeit freigegeben, damit jeder, der möchte, ebenfalls Elektroautos bauen kann. Ich bin noch immer völlig begeistert über diesen selbstlosen Schritt zur Rettung des Planeten, denn genau darum geht es Ihnen ja ausschließlich.

Ihre nächste Revolution liegt in den Plänen zum Bau von Dutzenden neuer Ladestationen in Europa, genannt „Supercharger“. Jeder Tesla-Fahrer soll dort nämlich kostenlos tanken bzw. seine Autoakkus superschnell aufladen können. Das mit dem kostenlosen Tanken sollen Euch Daimler, BMW oder Audi erst einmal nachmachen.

Auch in China wollt Ihr Euer Netz ausbauen und zwar um sage und schreibe 400 normale Stromtankstellen sowie 20 neue Supercharger. Damit der Kauf Eurer Wagen in die Gänge kommt, sollen die Fahrzeuge zudem subventioniert werden. Eine super Idee, weil Subventionen bedeuten zweifellos unsere Zukunft, das hat die Wind- und Sonnenenergie-Subvention in Deutschland eindrücklich bewiesen.

Lasst Euch bitte nicht von all den Schwätzern und Neidern ärgern, welche behaupten, auf diese Weise ließe sich das Umweltproblem und der Smog in China ganz sicher nicht beseitigen, weil der zugehörige Strom für die Autos schließlich in denselben Kraftwerken produziert werden müsste, welche bereits heute die Luft verpesten. Unsinn, der Strom kommt doch bestimmt woanders her, oder?

Genauso meckern diese Leute gerne über den Preis Eures Topmodels „Tesla S“ in Höhe von 66.000 Euro. Ich finde das bereits recht günstig, denn Umwelt- und Klimaschutz sowie die Rettung der Welt gibt es nun einmal nicht umsonst. Außerdem könnte das Auto ja ebenfalls subventioniert werden und für etwa 5.000 Euro würden es ganz sicher viele kaufen, zumal das Tanken ja kostenlos ist, wenn man in der Nähe Eurer Stationen wohnt.

Andere Schwarzmaler behaupten, das wäre kein tragfähiges Geschäftsmodell, sondern blödsinnige Öko-Esoterik. Bloß weil Ihr bisher ein paar Millionen Verlust macht, heißt das noch lange nicht, Eure geniale Idee hätte keine Zukunft. Immerhin habt Ihr vor, dieses Jahr schon 35.000 Autos zu verkaufen. Da sieht Mercedes mit seinen 1.461.000 produzierten Fahrzeugen schon sehr bald ziemlich alt Euch gegenüber aus, ganz bestimmt.

Oft kommt natürlich das Argument, ein Elektroauto hätte keine Reichweite und man würde von den angeblich tausenden verkauften Stromern auf unseren Straßen deswegen nie eines sehen, weil sie ständig irgendwo an Steckdosen und Verlängerungskabeln hängen oder gar abbrennen würden.

Doch das sind einfach alles nur neidische Spaßverderber, die sich am Ende sicherlich darüber beschweren oder sich gar weigern, die hohen Subventionen mitzufinanzieren. Soweit kommts noch. Jeder wird an der hohen Rechnung zur Nachhaltigkeit beteiligt, ob er will oder nicht. Wir sind doch hier keine kapitalistische Demokratie, sondern hoffentlich bald eine Öko-Diktatur, damit den Neidern endlich das Maulen verboten wird. Geht schließlich um die Rettung der Welt.

Was mich ebenfalls tierisch an diesen Blödmännern nervt ist ihr Gerede, Elektroautos wären überhaupt nicht öko, weil die meiste Zeit, wenn sie geladen werden, nachts nämlich, weder die Sonne scheint noch der Wind weht. Dann müssen eben die Stromnetze so erweitert werden, dass tagsüber in staatlich finanzierte Großakkus der Strom gespeichert und nachts wieder in die Autos umverteilt wird. Was soll daran technisch so schwierig sein? Auch das könnte wunderbar subventioniert werden.

Eine andere Möglichkeit wäre, die Arbeitszeiten im Land grundsätzlich vom Tag auf die Nacht zu verschieben. Auf diese Weise könnten die Autos bei Sonnenschein bzw. Wind geladen werden, während die Berufstätigen schlafen. Dazu bedarf es lediglich eines neuen Gesetzes. Wem das nicht passt, der soll eben in die USA auswandern, dort ist es dann zur selben Zeit wieder Tag.

Ich verstehe wirklich nicht, wieso viele diese einmalige Chance zum Umweltschutz so bewusst vermiesen und schlechtreden, bloß weil sie zu geizig und zu bequem sind oder weil sie Euch Euren verdienten Erfolg nicht gönnen. Es wird wirklich Zeit, solche Leute einzusperren, denn sie allein tragen die Schuld an der Zerstörung der Umwelt.

Aber das ist mir egal, ich freue mich auf 2017, wenn Euer neues Modell herauskommt, das bereits für 33.000 Euro angepriesen wird. Das werde ich mir holen, wenn es entsprechend subventioniert ist, denn umsonst tanken hat wirklich was. Dass da nicht schon längst jemand auf diese geniale Geschäftsidee bekommen ist, Aral oder Shell zum Beispiel.

Viele Grüße

Euer Elektroauto-Fan

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