Brüssel kappt Kapitalzufuhr für Rosneft – Wann kappt Moskau die Gasleitung?

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9. September 2014
Brüssel kappt Kapitalzufuhr für Rosneft – Wann kappt Moskau die Gasleitung?

Sehr geehrte Damen und Herren,

das haben Sie wirklich schlau eingefädelt: Obwohl es keinerlei Beweise für die Schuld der russischen Regierung am hinterhältigen und feigen Abschuss der Zivilmaschine MH17 im Juli dieses Jahres gibt, schnüren Sie seit diesem Ereignis ein Sanktionspaket nach dem anderen gegenüber Moskau.

Ihr neuester Coup besteht darin, den russischen Energieriesen Rosneft von europäischen Finanzflüssen abzuschneiden und damit dessen wichtige Kapitalzufuhr zu kappen. Somit ist der hoch verschuldete Konzern nun nicht mehr in der Lage, sich zu Niedrigstzinsen in der EU zu bedienen, sondern muss direkt bei Präsident Putin um Hilfe betteln.

Jener lässt sich zwar durchaus zweimal bitten, hat jetzt allerdings nachgegeben und wird dem Unternehmen mit ein paar Milliarden unter die Arme greifen. Wer etwas anderes erwartet hat, dürft entweder ein ziemlicher Idiot sein oder in Brüssel beim großen Sozialisten EU „arbeiten“ oder beides.

Sie können sich daher wieder einmal gegenseitig auf die Schultern klopfen wegen Ihrer großartigen Leistung, das zweitmächtigste Land der Erde vermeintlich in die Knie gezwungen zu haben. Aber täuschen Sie sich bitte nicht: Putin geht gerade nicht etwa aus Demut vor Ihrem kommunistischen Zentralkomitee auf die Knie, sondern weil der nach dem Stecker sucht.

Welchem Stecker fragen Sie? Nach demjenigen, welcher die Gasleitungen in die Europäische Union steuert. Da nämlich zur Zeit das Kappen diverser Finanzleitungen in Mode gekommen zu sein scheint, dachte der russische Zar, er könnte da doch eigentlich auch ein Wörtchen mitreden und selbst beim Kappen der Leitungen mitmischen, denn er verfügt immerhin über einige, ziemlich dicke.

Wenn demnächst also bei Ihnen in Brüssel in der Kantine lediglich noch kalte Gerichte gereicht werden, wundern Sie sich bitte nicht. Es dauert eben einige Monate, die Küche von Erd- auf Flüssiggas umzustellen. Sobald das erledigt wurde, könnte es jedoch sein, dass zwar das Essen wieder warm, dafür jedoch das Casino dunkel ist, denn russisches Erdgas ist außerdem maßgeblich daran beteiligt, unser Stromnetz vor dem Kollaps durch die von Ihnen geförderte sogenannte Energiewende zu bewahren.

Bislang konnte ein europaweiter Blackout stets gerade noch knapp verhindert werden, das will allerdings nichts heißen. Die Netzbetreiber tanzen und hantieren nämlich in den vergangenen Jahren auf einer sprichwörtlichen Rasierklinge und versuchen verzweifelt, den teuren „erneuerbaren“ Zappelstrom aus Wind und Sonne zu bändigen, um einen Totalausfall zu verhindern.

Ohne die zahlreichen Schattenkraftwerke wäre es schon längst wiederholt auf dem gesamten Kontinent dunkel geworden. Jene Kraftwerke werden ausnahmslos mit Erdgas betrieben, da sie blitzschnell hochgefahren werden können. Was passiert, wenn Putin die Gasleitungen in den Westen kappt, können Sie sich wohl selbst ausmalen.

Übrigens, es wird in Ihrer Luxuskantine dann nicht nur kaltes Essen bei Kerzenlicht geben, sondern Sie werden es sich dabei zusätzlich im dicken Wintermantel gemütlich machen müssen, denn selbstverständlich ist ohne ausreichende Gasversorgung auch keine Gebäudeheizung mehr möglich. Die ach so bösen und „klimaschädlichen“ älteren Ölheizungen haben Sie ja durch Ihre eigene Lobbyistenpolitik längst verbieten und abreißen lassen.

Da bleibt mir nur noch, Ihnen herzlichen Dank für Ihre „weitsichtige“ Politik auszusprechen, weil es auf diese Weise endlich möglich ist, Ihren korrupten Drecksladen vor aller Augen als verantwortlich für die auf Europa zurollende Gas- und Energiekrise zu brandmarken. Suchen Sie sich besser schon einmal ein gutes Versteck.

Mit freundlichen Grüßen

Ein besorgter Gas-Kunde

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