Wer mit leerem Handyakku fliegt, ist ein gefährlicher Terrorist

Terrorverdächtiger Bürger
mit Mobiltelefon
und leerem Akku
Empfehlung
An
Behörde für Heimatschutz DHS
Hintereingang Paranoia-Str.
USA - Adresse streng geheim
Behörde für Heimatschutz DHS
Hintereingang Paranoia-Str.
USA - Adresse streng geheim
Terrorverdächtiger Bürger
mit Mobiltelefon
und leerem Akku
7. Juli 2014
Wer mit leerem Handyakku fliegt, ist ein gefährlicher Terrorist

Sehr geehrte Damen und Herren des US-Heimatschutzministeriums,

eigentlich hatte ich einmal vor, irgendwann in Ihr schönes Land mit den unbegrenzten möglichen Angriffen auf alle ehemaligen Menschen- und Freiheitsrechte zu fliegen. Wie ich jedoch jetzt erfuhr, könnte es sein, dass ich dabei unmittelbar zum Staatsfeind erklärt werden könnte.

Sollte nämlich der inzwischen recht altersschwache Akku meines betagten Mobiltelefons ausgerechnet am Flughafen kurz vor der Abreise bei der TSA-Sicherheitskontrolle den Geist aufgeben bzw. sich das Gerät auf Befehl Ihrer Behörde nicht einschalten lassen, würde ich mich damit sofort als potenzieller Terrorist verdächtig machen.

Schließlich weiß heute jedes Kind schon aus dem Kindergarten: Akku raus aus dem Handy und stattdessen Plastiksprengstoff hinein, fertig ist die unauffällige Bombe. Danach ab zum Flughafen, rein in den Flieger und auf in die USA. Und schon kippt das neue New Yorker Wahrzeichen, der Turm der „Neuen Einen Weltordnung“, ins Meer.

Aber, Ihr lieben paranoiden Freunde aus Übersee, was soll der Unsinn? Dank der NSA und der freundlichen Mithilfe des BND wissen Sie doch bereits lange vor meiner Ankunft am Flughafen sowohl von meinen üblen Plänen als auch von dem manipulierten Gerät in meiner Tasche. Warum also dieser zusätzliche Aufwand?

Außerdem schließen Sie damit die vielen weiteren Möglichkeiten terroristischer Selbstmordattentäter aus. Wenn Sie wirklich konsequent wären, müssten durch Ihre TSA-Mitarbeiter im Terminal auch stets alle plombierten Zähne der Passagiere gezogen und sämtliche vorhandenen Implantate vor dem Abflug operativ entfernt werden, denn gerade Brust-Vergrößerungen könnten ebenfalls durchaus gut getarnte Bomben sein.

Allerdings wäre auch das nur eine halbe Sache. Was ist mit dem größten Hohlraum im menschlichen Körper? Nein, nicht dem Gehirn, hier brauchen Sie beim deutschen Michel nun ehrlich keine Angst zu haben, da ist tatsächlich nur dünne Luft im Kopf. Doch der Verdauungstrakt sollte sich durchaus im Visier Ihrer Kontrolleure befinden.

Idealerweise müssten sich Flugreisende zwei Tage vor ihrem interkontinentalen Flug am Flughafen einfinden und bis zur Abreise in einer abgeschlossenen medizinischen Station untergebracht werden, wo ihnen zunächst der Magen ausgepumpt wird und sie danach abführende Mittel erhalten. Anschließend kommt jeder Passagier noch zur umfassenden Darmspiegelung. Bis zum Abflug werden die Passagieren einfach solange intravenös ernährt.

Das wäre wirkliche und glaubwürdige Sicherheit. Die nächste Stufe danach wäre die Einstellung des gesamten Flugverkehrs und stattdessen der Einsatz von kleinen Tretbooten für die Reise in die USA. Denn wenn sich auf diese Wege ein Allah-Verehrer unbedingt in die Luft sprengen sollte, würde lediglich sein eigenes Boot sinken. Absolute Sicherheit ist also durchaus möglich und das zum kleinen Preis.

Vielleicht sollte ich meine Reisepläne in Ihr Land doch noch einmal überdenken, solange Sie meine Sicherheit nicht hundertprozentig garantieren können.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr potenzieller Handyterrorist

Empfehlung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.