Russenhetze auf holländisch: Raus mit Putins Tochter aus unserem Land!

Unverdächtiger Mahner
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Bürgermeister Broertjes
Populismusstr. 193
Hilversum in Holland
Bürgermeister Broertjes
Populismusstr. 193
Hilversum in Holland
Unverdächtiger Mahner
27. Juli 2014
Russenhetze auf holländisch: Raus mit Putins Tochter aus unserem Land!

Sehr geehrter Herr Broertjes,

als gelernter Journalist, der sich nun seit wenigen Jahren als Bürgermeister einer Kleinstadt in Holland von der Allgemeinheit aushalten lässt, wissen Sie natürlich bestens Bescheid, wie man Populismus zum eigenen Nutzen verwendet.

Als bis vor Kurzem noch Marija Putina, die Tochter von Russlands Präsident Vladimir Putin, in Ihrem Städtchen residierte, waren Sie bestimmt sogar ein bisschen stolz auf dieses kleine Stückchen Prominenz in Ihrem bescheidenen Reich. Und obwohl sie Ihnen nichts getan hat, haben Sie die junge Dame erst vor wenigen Tagen öffentlich aufgefordert, Ihre Stadt und sogar das Land zu verlassen.

Was war geschehen, wodurch Sie zu einer derart drastischen Forderung verleitet wurden? Nun, bei dem neuerlichen Flugzeugabsturz über der östlichen Ukraine kamen 193 Holländer ums Leben – angeblich jedenfalls, denn es gibt Gerüchte, dass diese Flugpassagiere real gar nicht existierten und die Toten andere Menschen waren. Aber nehmen wir einfach einmal an, die Presseberichte dazu seien ausnahmsweise alle korrekt.

Da dieselben Medien bereits unmittelbar nach dem Absturz berichteten, Russland stecke mutmaßlich hinter diesem durch angeblichen Raketenbeschuss hervorgerufenen Absturz, war Ihre unmittelbare Reaktion eine Art persönlicher Kriegserklärung an den russischen Präsidenten. Was bot sich dafür besser an, als sich dessen Tochter zu bemächtigen – zumindest medial – und den vermeintlich bösartigen Zar auf diese Weise zu bestrafen?

Sie ergriffen die einmalige Gelegenheit beim Schopfe und brachten es direkt zu einer breiten Pressemeldung über die holländischen Grenzen hinaus. Wütender Patriotismus gepaart mit journalistischer Sensationsgeilheit und dem ständigen Geltungsbedürfnis eines Politiker haben offenbar sämtliche Sicherungen bei Ihnen durchbrennen lassen. Immerhin, kurz darauf haben Sie wieder etwas zurückgerudert.

Herr Broertjes, so schmerzhaft es auch sein mag, dass knapp 200 Ihrer Landsleute mutmaßlich bei einem hinterhältigen Flugzeugabschuss ums Leben kamen, sollten Sie nicht wenigstens abwarten, bis der Täter hieb- und stichfest ausgemacht wurde? Noch immer ist unklar, wer als Drahtzieher hinter dem Verbrechen steht und so lange ist es nicht nur ungerecht, sondern schlichtweg unklug, einen vermeintlichen Täter zu bezichtigen, geschweige denn, sich gar an dessen Tochter zu vergreifen und das auch noch in sämtlichen Medien zu verbreiten.

Ihr Verhalten demonstriert jedoch sehr schön, welch enorme Wirkung die heutige Gleichschaltung fast aller Print- und Fernsehmedien ausübt, denn selbst wenn der ein oder andere Journalist beiläufig erwähnt haben sollte, dass Russland bislang gar nicht sicher als Täter ausgemacht wurde, die Masse der Leser und Zuschauer nimmt trotzdem genau jenes wahr, weil die entsprechende Suggestion dominiert. Und dies scheint auch pure Absicht zu sein.

Zunächst sah es bei dem Ereignis noch danach aus, als ob die US-Propaganda und Kriegshetze gegen Russland ins Leere laufen und viele Menschen durchaus kritische Fragen zu dem Geschehen stellen würden. Doch die Medienwelt hat sich zwischenzeitlich über sämtliche Zurückhaltung diesbezüglich hinweggesetzt und geht wie selbstverständlich von einem kriegerischen Akt Russlands gegenüber dem „demokratischen“ Westen aus.

Die dringend notwendigen Untersuchungen von neutraler Seite zum tatsächlichen Tathergang werden von vielen Seiten inzwischen gar als obsolet betrachtet, denn wozu erst Beweise abwarten, wo doch offenkundig klar zu sein scheint, wer der gemeine Aggressor ist.

Ihre politischen Kollegen von der EU und deren nationale Vertreter konnten es wie Sie zunächst ebenfalls kaum erwarten, Putin jetzt mit neuen Sanktionen zu beschießen. Noch sind es zwar nur verbale und rechtliche Kugeln, welche in Richtung Kreml abgeschossen werden, doch wir können bereits sehr deutlich erkennen, wohin die Reise gehen soll.

Es war in der Tat unklug von Ihnen, Putins Tochter sozusagen als Geisel nehmen zu wollen, denn Sie haben damit unterschwellig den bislang unbewiesenen Behauptungen zur Schuld Russlands zu einer Art von zusätzlicher und trotzdem haltloser Beweiskraft verholfen. Sollte es schlussendlich zu einem Krieg zwischen Ost und West in Europa kommen, worauf ja die perversen Kriegstreiber in Washington seit vielen Monaten hinarbeiten, tragen Sie definitiv ein kleines Stückchen an Mitschuld, seien Sie sich dessen bitte bewusst.

Ich empfehle Ihnen daher dringend, noch einmal intensiv darüber nachzusinnen, ob Sie denn bereits alles getan haben, um die Sache wieder etwas zu entschärfen oder zumindest Ihr Gewissen zu bereinigen, denn Sie werden dafür eines nahen Tages Rechenschaft vor unserem Schöpfer ablegen müssen.

Marija Putina hat zwischenzeitlich wohl das Land verlassen, was in Anbetracht der ebenfalls durch Sie mitzuverantwortenden und gerade begonnenen Hetzjagd auf die junge Frau ein kluger Schritt von ihr war. Wir warten nun gespannt, wann sich weitere Russen aus Holland und anderen westlichen Staaten zurückziehen und am Ende sogar die russischen Botschafter abgezogen werden.

Sobald das geschieht wissen Sie, woran Sie mit Anteil haben, Herr Broertjes: Eine mediale Hetzjagd mit millionenfacher Todesfolge, auch genannt der Dritte Weltkrieg.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr schlechtes Gewissen

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