Purer Eigennutz: Ex-Präsident fordert strengere Regeln für die Medien

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21. Juli 2014
Purer Eigennutz: Ex-Präsident fordert strengere Regeln für die Medien

Sehr geehrter Herr Ex-Bundespräsident,

Ihr Rückzug aus der Politik vor gut zwei Jahren verursachte Ihnen einen erheblichen Knick in Ihrer bis dahin perfekt inszenierten Karriere. Angeblich waren Sie ja vollkommen unschuldig und eines der hiesigen Gerichte hatte Sie sogar schlussendlich freigesprochen – wie auch immer das möglich war.

Vor Kurzem haben Sie nun zu einem kleinen Racheakt ausgeholt und ein Buch veröffentlicht, wie sich das für ehemalige „Größen“ der Politik schließlich gehört. Doch das reichte Ihnen offensichtlich noch nicht, denn nun fordern Sie gar noch eine Überarbeitung der Regularien des Presserats.

Behauptetermaßen hat in Ihrem Fall die Presse wieder einmal nicht sehr sauber gearbeitet. Aber was haben Sie denn schon anderes erwartet? Als Sie noch in Amt und Würden waren, auch in Ihren vorherigen Posten, da waren die Auftragsschreiberlinge doch immer gern gesehen, da sie Ihrer eigenen Selbstdarstellung schließlich erst die entsprechende Plattform boten.

Solange es um das Verbreiten Ihrer eigenen Forderungen zu Ihrem persönlichen Nutzen ging, war die linksgrüne Journaille Ihr Freund, zuletzt noch bei der Vorstellung Ihres Buches. Doch während Ihrer Amtszeit als Bundespräsident fingen plötzlich ein paar dieser Widerlinge tatsächlich damit an, in Ihrem Leben nach illegalen und korrupten Machenschaften zu forschen. Zwar kam das Gericht zu der Ansicht, sämtliche Vorwürfe wären ungerechtfertigt, aber wir wissen ja nur zu gut, wie es um die Neutralität und Aufrichtigkeit der deutschen Justiz bestellt ist.

Anstatt einfach froh zu sein, dass sich gerade einmal niemand mehr für Ihre Machenschaften interessiert, weder Justiz noch Medien, um endlich wieder einer ehrlichen Beschäftigung nachgehen und selbst Geld verdienen zu können, jammern Sie nun schon wieder öffentlich herum. Das von Ihnen mit korrumpierte NRW soll Ihnen jetzt auch noch eine Entschädigung für Ihre hohen Anwaltskosten erstatten. Wohlgemerkt, eine zusätzliche, denn da Sie den Prozess gewonnen haben, erhielten Sie ja bereits die Ihnen zustehenden Gelder.

Sicher, mit Ihrer bescheidenen Rente von gerade einmal 200.000 Euro jährlich und den beiden Unterhaltsverpflichtungen bleibt da gar nicht mehr so viel übrig, um sich das bisherige Luxusleben als entthronte Majestät weiterhin leisten zu können, aber Sie haben doch noch Ihre vielen, wohlbetuchten „Freunde“, bei denen Sie stets willkommen sind und in deren Villen Sie Ihren jetzt 12-monatigen Dauerurlaub verbringen können. Oder sind das nun keine Freunde mehr, nachdem Sie Ihre Macht verloren haben?

Mit ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl während Ihrer Zeit als Bundespräsident hätte Ihr Zerwürfnis mit den Medien übrigens gar nicht stattfinden müssen. Wer nämlich bereits über eine derart breite Übereinstimmung mit den linken Presstituierten in fundamentalen Fragen bezüglich Deutschlands verfügt, wie es bei Ihnen der Fall war, der hätte eigentlich gar nichts befürchten müssen. Schließlich ging Ihr Hochverrat am deutschen Bürger in Form Ihres „Der Islam gehört zu Deutschland“ der grünbeseelten Presse runter wie Öl.

Wäre Ihre Kritik an diesen Lügenbolden der schreibenden Zunft daher wirklich ehrlich, würden Sie mir nachträglich glatt sympathisch werden. Doch leider schenken sich die durch und durch korrupte Kaste der Bundespolitik und die widerwärtige Journaille gegenseitig überhaupt gar nichts. Beides ist, pauschal gesprochen, Abschaum. Wenn der eine auf dem anderen herumhackt, ist das daher vollständig irrelevant.

Im Sinne des lachenden Dritten freut es mich daher, wenn Sie sich nun weiterhin ohne jede Notwendigkeit mit dem Pressegesindel anlegen und strengere Regularien fordern. Selbst wenn die darauf eingehen würden – Lügen bleiben Lügen, egal wie stark sie reguliert werden. Erst wenn dieser vorsätzliche Betrug am Leser und Zuschauer endlich strafbar wäre und es zu konkreter Strafverfolgung und -ahndung kommen würde, kann sich daran etwas ändern. Noch ist das allerdings pure Utopie.

Vielleicht versuchen Sie es ja künftig auch einfach mal mit der Wahrheit? Das mag zwar ungewohnt und mitunter ziemlich unbequem sein, doch dafür ersparen Sie sich vielleicht noch die ein oder anderen Höllenqualen des späteren höchsten Gerichts, vor dem Ihnen übrigens auch Ihre hochbezahlten Superanwälte nicht helfen können.

Mit freundlichen Grüßen

Ein Ihre Frühverrentung brav bezahlender Bürger

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