Jetzt reicht’s! Lasst endlich den BND in Ruhe

Abgehörter Bürger
Nr. 973-444-291883/34i
Potenzieller Terrorist
Beschwerde
An
Bundespräsident
Joachim Gauck
Im Palast der Bananenrepublik
Bundespräsident
Joachim Gauck
Im Palast der Bananenrepublik
Abgehörter Bürger
Nr. 973-444-291883/34i
Potenzieller Terrorist
6. Juli 2014
Jetzt reicht’s! Lasst endlich den BND in Ruhe

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

im Interview mit dem staatlichen Demokratie-Fernsehsender ZDF haben Sie in Bezug auf den Fall des gerade verhafteten Doppelagenten des Bundesnachrichtendienstes gesagt „jetzt reicht’s auch einmal“. Ihre verbale Entgleisung und geäußerte Empörung kann ich jedoch in keinster Weise nachempfinden.

Der amerikanischen Regierung liegt sehr am Herzen, dass Europa nach ihrer Pfeife tanzt und es ist daher leicht nachzuvollziehen, dass sie auch alles dafür Nötige tun. Wenn hierzu gehört, bei den Untergebenen diskret nach dem Rechten zu schauen und entsprechende Informationen einzuholen, dann ist das natürlich völlig legitim.

Sie selbst wollen doch ganz bestimmt auch Gewissheit darüber haben, dass in Ihrem Schloss alles in Ordnung ist, während Sie auf Kosten des Steuerzahlers durch die Welt reisen und die Hände von mehr oder weniger korrupten Politikern schütteln.

Vertrauen Sie dabei etwa ganz allein auf Ihr Gefühl oder haben Sie nicht vielleicht doch den einen oder anderen Kontakt nach Berlin, um sich Klarheit darüber zu verschaffen, dass Ihr Palast nicht gerade von Horden Zigeunern, die höflich aus irgendwelchen besetzten Schulen herausgebeten wurden, überfallen und unerwartet in Beschlag genommen wird?

Eben. Da die BRD kein souveränes Land, sondern nur ein von den USA besetztes Territorium darstellt, wollen Obama und seine linken Kumpels natürlich auch regelmäßig über das Geschehen vor Ort in ihrer europäischen Hauptniederlassung informiert werden.

Dass dafür auch der Kontakt zum sogenannten Bundesnachrichtendienst notwendig ist und manche Mitarbeiter dort gewisse Doppelfunktionen ausüben, sollte doch nun wirklich nicht überraschen – noch viel weniger aber sollte es für Empörung sorgen. Sie wissen doch, wie das in sozialistischen, autoritären Regimes läuft, denn Sie haben früher in einem gelebt und sind heute oberster Repräsentant eines anderen.

Hören Sie schon auf, den Empörten zu spielen, denn wenn jemand empört sein müsste, dann jeder von Bürgern, der nicht nur als ständiger, potenzieller Terrorist ausgehorcht und allgegenwärtig überwacht wird, sondern seine eigene Bespitzelung auch noch zwangsweise finanzieren darf.

Dafür interessieren Sie und Ihre Freunde der obersten Machtetage sich seltsamerweise gar nicht. Aber wehe, die amerikanischen Chefs horchen einmal dem zweifelhaften Gemauschel im Bundestag genauer zu, dann rotieren die angeblichen Volksvertreter sofort wie eine Horde amoklaufender Ventilatoren.

Die Amerikaner dagegen – zumindest die Regierung – sind überhaupt nicht unsere Freunde, wie Sie behaupten, sondern unsere bzw. Ihre Vorgesetzten. Dem eigenen Boss hat jedoch jeder zu gehorchen, sonst fliegt er raus. Also beherrschen Sie sich bitte und lassen die armen Leute von der US-Oberaufsicht beim BND in Ruhe, denn die machen nur ihre Arbeit. Sie werden doch nicht irgendetwas aus Ihrer Vergangenheit zu verbergen haben?

Mit unsouveränen Grüßen

Ein abgehörter Bürger und potenzieller Terrorist

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