Elektroautos und Windmühlen: Gutgemeintes Mahnmal anstatt Verkaufsschlager

Autofahrer mit
herkömmlichem Antrieb
Glückwunsch
An
Opel AG
Ampera-Sackgasse 12V
01010 Stromlos
Opel AG
Ampera-Sackgasse 12V
01010 Stromlos
Autofahrer mit
herkömmlichem Antrieb
25. Juli 2014
Elektroautos und Windmühlen: Gutgemeintes Mahnmal anstatt Verkaufsschlager

Sehr geehrte Firma Opel,

vor drei Jahren starteten Sie mit Ihrem tollen Stromer Ampera am Markt und dachten offenbar allen Ernstes, Sie könnten dem deutschen Autofahrer mal so richtig abgefahrenen Unsinn andrehen. Nun, auch wenn sich der Michel wirklich gerne und umfassend blenden lässt, insbesondere in Sachen Ökowahn und Umweltparanoia, ganz so doof war er in der Mehrzahl dann wohl doch nicht.

Ich weiß zwar nicht, welche Stückzahlen Ihr Wettbewerber Lamborghini pro Jahr vom Band rollen lässt, aber es dürften wohl deutlich mehr sein als die 46 Ampera-Neuzulassungen, die seit Beginn dieses Jahres in der BRD registriert wurden. Derlei Verkaufsminimalistik zeigt jedenfalls klar in Richtung einer rein manuellen Automanufaktur, obwohl Sie das mit Ihrem Batterie-Gefährt höchstwahrscheinlich gar nicht vorhatten.

Aber wir wollen Ihr Geschäft nicht schlechter reden als es ist, denn immerhin haben Sie in ganz Europa 332 Elektroautos in der Zeit von Januar bis Mai 2014 an den voll-ökologisch-glaubenden Mann oder Frau gebracht. Wie gesagt, für eine Manufaktur wären das sicherlich Traumzahlen und das bei einem regelrechten Schnäppchenpreis von nur 38.000 Euro.

Gut, der Elektrofahrer muss natürlich den ein oder anderen Nachteil in Kauf nehmen, wie beispielsweise eine minimale Reichweite, kaum vorhandene Ladestationen, lange, zwangsweise erfolgende Kaffeepausen wegen der Ladezeiten, teuren Batterietausch nach wenigen Jahren, Null Komfort im Winterbetrieb und natürlich eine ständige, akuten Brandgefahr wegen der nicht ausgereiften Akkus, was aber generell ein Problem dieser „Technologie“ zu sein scheint.

Für all das können Sie freilich nichts, denn auch als die Firma Porsche vor 115 Jahren ihr allererstes Fahrzeug baute, es war erstaunlicherweise ein Elektroauto, gab es schon damals fast alle diese Probleme bereits. Vermutlich hat Ferdinand Porsche daraufhin auf Verbrennungsmotortechnik umgesattelt, was sicherlich kein Fehler war. Das war jedenfalls einfacher, als die unzähligen Probleme eines Elektroautos zu lösen, denn bis heute hat sich daran ja nichts geändert.

Leider dachten Sie wohl, wie viele Ihrer Branchenkollegen allerdings auch, Sie stünden oberhalb sämtlicher Naturgesetze, wovon auch unsere Landespolitik bezüglich ihrer eigenen Kompetenz fest überzeugt ist und ihre gesamte Handlungsweise dementsprechend ausgerichtet hat.

Möglicherweise wurde Ihre Führungsetage dabei von derselben schweren Ökokrankheit gepackt, wie sie auch unsere Regierung und insbesondere den linksgrünen Flügel befallen hat. Diese Erkrankung manifestiert sich beispielsweise in Form von seltsam nostalgischem Verhalten, sodass insbesondere die Anhänger der Klima-Öko-Umwelt-Religion vor einigen Jahren damit begannen, im ganzen Land riesige Windmühlen aufzustellen. In Holland war man zwischenzeitlich froh, diese zahllosen altmodischen Dinger endlich beseitigt zu haben und nun stehen heute bei uns zehntausende von ihnen sprichwörtlich nutzlos in der Gegend herum.

Aber vielleicht irre ich mit auch total und Sie hatten überhaupt nie die Absicht, eine Großserie von Elektroautos für den Straßenverkehr zu bauen, sondern Sie wollten lediglich einige hundert Exemplare für sämtliche großen Automobilmuseen der Welt herstellen, um den jeweiligen Besuchern damit eine Art Mahnmal aufzuzeigen, welche absurden Sackgassen im Fahrzeugbau rein theoretisch möglich sind.

Genau dasselbe vollziehen nämlich unsere militanten Berufsökos mit ihren Windmühlen, anders ist das auch gar nicht zu erkären. Diese gigantischen Bauwerke schrecken wahrlich jeden Bürger unmittelbar ab, wenn er sich ihnen auch nur nähert. Drastisch steigende Strompreise, ein wegen der massiven Schwankungen kaum mehr stabilisierbares Stromnetz, Milliarden von verlorenen Anlagegeldern blindgläubiger Investoren, hunderttausende geschützte tote Vögel, gesundheitliche Folgeschäden von Anwohnern im Umkreis der Windmühlen und schlussendlich noch kaum vorstellbare Kosten für den Rückbau dieser mittelalterlichen Anlagen.

Warum diese Leute es allerdings derart übertrieben haben mit ihrem Anti-Ökoappell, kann ich mir nicht erklären. Es hätte durchaus genügt, in der Nähe aller größeren Städte ein paar der Riesenmühlen aufzustellen, um die Menschen und ihre künftigen Ahnen vor einer Welt voller technischer Rückschritte zu warnen. Daher finde ich Ihre Methodik wesentlich angenehmer, da sie sehr dezent vollzogen und die eindringliche Warnung niemandem aufgedrängt wird.

Aber wissen Sie, was ich das Beste finde? Es gibt tatsächlich Leute, die sowohl an Ihre Ampera- als auch an die Windmühlenidee voll und  ganz glauben, obwohl beides ja nun wirklich offensichtlich nur eine Art Absurditäts-Mahnmal sein soll. Von Seiten dieser Leute heißt es dann, die Batterien der Elektroautos könnten doch perfekt mit dem Strom der Windmühlen aufgeladen werden. Naja, vermutlich schlafen diese Leute nicht nur nachts, sonst wüssten sie, dass die meisten Autos tagsüber gefahren werden und bei Nacht der Wind nur selten und schwach weht.

Als zusätzliche Verdeutlichung des gemeinschaftlichen Blödsinns beider „Technologien“ finde ich diese Idee allerdings wirklich genial. Kein vernünftiges Land der Welt wird sich wohl jemals noch mit solcher Sackgassentechnik die Finger verbrennen, nachdem die gesamte BRD vollgestopft mit den zugehörigen Abschreckungsmahnmalen wurde.

Eine wirklich tolle Idee von Ihnen, und ich dachte immer, die Firma Opel, welche zwar keine gescheiten Autos bauen kann, wäre zu gar nichts nutze. Wie ich mich doch geirrt habe.

Mit freundlichen Grüßen

Ein Fahrer eines Autos mit Verbrennungsmotor

Empfehlung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.