Totales Hundeverbot, denn hier brüten Störche

Ein Tierfreund
mit Hund
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Ökopolizei
Horstallee 12
90173 Storchhausen
Ökopolizei
Horstallee 12
90173 Storchhausen
Ein Tierfreund
mit Hund
28. Juni 2014
Totales Hundeverbot, denn hier brüten Störche

Sehr geehrte Damen und Herren von der Storchenpolizei,

© Vorsicht Brief!

© Vorsicht Brief!

vermutlich sind Sie auch so etwas wie ein Tierfreund. Allerdings scheinen Sie diesbezüglich nicht sonderlich liberal zu sein, sondern eher ziemlich einseitig aufgelegt.

Als ich vor einigen Wochen mit meinem geliebten Hund wieder einmal meinen regelmäßigen Spaziergang auf der großen Wiese unternehmen wollte, stand ich plötzlich vor einem mit breitem Banner und Absperrband versperrten Weg.

© Vorsicht Brief!

© Vorsicht Brief!

Zum damaligen Zeitpunkt begannen die beiden Störche gerade wie jedes Jahr mit dem Brüten. Ihr Horst steht auf einer etwa fünf Meter hohen Holzsäule mitten auf der Wiese, wie auf diesem Bild zu sehen ist.

Bei aller Liebe, die Sie angeblich zu den schwarz-weißen Vögeln haben wollen: Wäre das nicht auch Nummer kleiner gegangen? Inwiefern werden denn die Störche durch Hunde- oder andere Spaziergänger bei ihrem Brutvorgang gestört oder gar gefährdet?

Mit welchem Recht nehmen Sie sich heraus, andere Tierfreunde derart zu bevormunden und in ihrer Freiheit, die Natur zu genießen, einzuschränken? Mir fällt dazu nur noch ein Begriff ein: Ökopolizei.

Was passiert wohl als nächstes, insbesondere mit den Storchennestern auf Hausdächern? Wird dort demnächst das Autofahren im Umkreis von 100 Metern verboten? Oder müssen gar die Bewohner vorübergehend ausziehen, bis die Babystörche ausgeschlüpft und abflugbereit großgezogen wurden, damit sie bloß keinem schreiendes Baby oder bellenden Hund begegnen? Das wäre ja widernatürlich, nicht wahr?

Besonders „natürlich“ ist Ihr Verhalten uns Hundefreunden und anderen Spaziergängern gegenüber nicht gerade. Aber solch eine Entwicklung scheint wohl in diesem Lande dazuzugehören. Bevormundungen und Verbote, soweit das Auge reicht. Insbesondere alles, was den Tieren in der Natur schaden könnte, führt zu den verrücktesten Einschränkungen.

Lustig ist übrigens (und es zerstört Ihre Glaubwürdigkeit absolut vollständig), dass keine vier Kilometer Luftlinie entfernt mehr als ein Dutzend Storchenschredder die Landschaft verschandeln und regelmäßig solche großen Vögel töten, während die Riesendinger gleichzeitig auch noch das Stromnetz mit ihrem Zappelstrom und unseren Geldbeutel mit Zwangssubventionen belasten.

Wenn jemand ein Beispiel für besonders extrem geheuchelten Naturfanatismus sucht – bitteschön, hier ist es.

Übrigens, liebe Storchenfreunde: Ich weiß ja nicht, ob Sie schon mal einen echten Hund gesehen haben, aber die Viecher haben weder Flügel noch springen sie besonders hoch. Wie die Kläffer den brütenden Störchen daher schaden sollen, bleibt leider Ihr Geheimnis.

Aber vermutlich haben Sie sich bei Ihrer Aktion eben gedacht, die armen Vögel vor psychischen Folgeschäden durch Hundegebell zu schützen. Wenn das mal nicht wirklich ehrenwert ist.

Ihr Hundefreund, der durchaus auch Störche mag

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1 Antwort

  1. Alles Unsinn, das Verbot gilt nur für fliegende Hunde.

    Carsten

    Demagogie schlägt Demokratie

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